Raketen auf Polizei und Feuerwehr

Nicht jeder Feuerwehreinsatz der Silvesternacht verlief so harmonisch wie im Miniaturland dargestellt. Foto: knipser5 / pixelio.de
Hamburg: Hamburg-West |

Dennoch nur wenig spektakuläre Silvestereinsätze

Hundertausende feierten in Hamburgs Westen den Jahreswechsel, allein 50.000 auf dem Kiez. Nur wenige suchten Randale – sie konnten jedoch zumeist von der Polizei in Schach gehalten werden. Auch von spektakulären Bränden und Noteinsätzen blieb Hamburgs Westen, anders als der Süden, weitgehend verschont.
Allerdings wurden Rettungs- und Ordnungskräfte vereinzelt mit Feuerwerkskörpern atta-ckiert. So wurden Polizisten aus einer Gruppe von 200 Nachtschwärmern, darunter rund 60 Autonome, in der Silvesternacht mit Raketen beschossen. Massive Polizeipräsenz verhinderte eine Eskalation.
Kurz nach Beginn des neuen Jahres, um 0.24 Uhr, brannte aus noch unbekannter Ursache das Dach eines Beach-Clubs an den Landungsbrücken. Die Feuerwehr konnte die Flammen ungestört löschen.
Anders am Astweg: Als die Freiweillige Feuerwehr Eidelstedt am 31. Dezember um 20.46 Uhr einen brennenden Müllcontainer löschen wollte, wurde sie von Unbekannten mit Böllern beworfen und mit Raketen beschossen. „Das passiert manchmal in der Silvesternacht – wir können darauf verzichten“, sagt Einsatzleiter Sven Schrage. Verletzt wurde niemand. „Ingesamt gesehen war dies jedoch ein sehr ruhiges Silvester“, so der Vize-Wehrführer.
Die Berufsfeuerwehr spricht von einer „durchschnittlichen Silvesternacht“: Von 18 bis 6 Uhr hatte sie 1.004 Einsätze in der Hansestadt, fast 100 weniger als vor einem Jahr. Dabei nahm die Zahl der Brände von 235 auf 242 zu, darunter 178 kleinere Feuer, wie an Papiercontainern.
Die Ordnungshüter wiederum verzeichneten in der Silvesternacht 2.377 Anrufe, die zu 1.233 polizeilichen Einsätzen führten. Eines der Ziele der Polizei: Zigarettenautomaten. Unbekannte sprengten mehrere Automaten, darunter an der Alten Elbgaustraße und am Immenbusch. Teilweise wurden Zigaretten und Bargeld gestohlen.
Die Bundespolizei setzte zudem besonders viele Beamte auf einzelnen Bahnhöfen ein, darunter Reeperbahn und Landungsbrücken. In Hamburgs Westen konnte sie ihr Ziel wohl erreichen: im Vorwege Gewalt zu verhindern.
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