Problemlösung beim Brunch

Sie wissen, wo es Hilfe gibt: Konfliktberater Wilfried Wilkens, Streetworker Anna Christiansen und Rodney Espe sowie Carla Hinrichs (v.l.), Berufs- coach vom Träger einfal. Am Osdorfer Born und in Lurup bieten sie Unterstützung für 14- bis 27-Jährige an. Foto: rs 10 bis 16 Uhr: berufliche & soziale Integration mit einfal 12 bis 14 Uhr: Brunch für alle Jugendlichen 14 bis 15 Uhr: Einzelfallberatung Lurup, Ammernweg 56 Sie wissen, wo es Hilfe gibt: Konfliktberater Wilfried Wilkens, Streetworker Anna Christi

Streetworker: Straßensozialarbeit am Osdorfer Born und in Lurup

Von Reinhard Schwarz. Wenn die Wohnung gekündigt wird, wenn plötzlich die Polizei vor der Tür steht oder die Schulden drücken: Dann können Rodney Espe und seine Kolleginnen helfen. Entscheidend ist dabei das Wort „können“. Denn Straßensozialarbeiter Espe sowie Anna Christiansen und Anja Strock können auch nicht zaubern, aber Auswege aufzeigen und konkret eingreifen. „Streetwork für Osdorf und Lurup“ steht auf einem unscheinbaren Flyer, doch dahinter steht eine langjährige Erfahrung in der Arbeit mit 14- bis 27-Jährigen.
An zwei Standorten, im gelben Pavillon am Bürgerhaus Bornheide und am Ammernweg in Lurup, steht das Team bereit, um Jugendlichen und Jungerwachsenen unter die Arme zu greifen. Die Probleme sind vielfältig, so Espe: „Ein ganz großes Thema ist die Wohnungserhaltung oder die Suche nach einer neuen Wohnung.“
Stress mit der Arge oder bei Stromabstellung gehören zum täglichen Brot der Streetworker. Auch bei der Suche nach einer sinnvollen Arbeit gibt es Unterstützung durch Fachleute. „Die gehen mit drei Bewerbungsmappen wieder raus.“ Die Streetworker sehen sich als „Generalisten“. Gemeint ist damit, dass sie wissen, wo es Unterstützung gibt.
Ein Thema ist auf jeden Fall die Kriminalität. „Wir haben regelmäßig mit Straffälligkeit und ihren Folgen zu tun“, so Espe. Manche der Klienten rutschen ab, landen hinter Gittern. „Wir machen auch Knastbesuche, oftmals sind wir die Einzigen, die den Betreffenden im Gefängnis besuchen.“
„Unsere Beratung ist ano-nym, keiner muss seinen Namen nennen, wir führen auch keine Akten“, erläutert der Streetworker die Grundsätze der Straßenarbeit, die aber zum großen Teil schon längst nicht mehr nur auf der Straße stattfindet. Vielmehr kommen die Ratsuchenden meist mittwochs (Osdorf) oder donnerstags (Lurup) zum kostenlosen Brunch. Wie geht Espe privat mit den massiven Problemen seiner Klienten um? Relativ entspannt, sagt der 51-Jährige: „Ich spreche schon mit meiner Freundin drüber oder mit meinen Söhnen, liege aber nicht ständig wach deswegen.“

Strettwork im Osdorfer Born und Lurup:
Osdorfer Born, im Bürgerhaus Bornheide 76b
Montags
14 bis 16 Uhr: Einzelfallberatung
16 bis 18.30 Uhr: Einzelfallberatung und Kochangebot, ab 16 Uhr mit Jugendsuchtberatung der KODROBS
Mittwochs
10 bis 16 Uhr: berufliche & soziale Integration mit einfal
12 bis 14 Uhr: Brunch für alle Jugendlichen
14 bis 15 Uhr: Einzelfallberatung
Lurup, Ammernweg 56
Montags
17 bis 19 Uhr: Beratungsangebot im Jugendtreff Netzestraße 33
Dienstags
14 bis 16 Uhr: Einzelfallberatung
16 bis 18.30 Uhr: Einzelfallberatung & Kochangebot für alle Jugendlichen
Donnerstags
10 bis 16 Uhr: berufliche & soziale Integration mit einfal
12 bis 14 Uhr: Brunch für Jugendliche mit Suchtberatung
12 bis 15 Uhr: Einzelfallberatung
16 bis 18 Uhr: Konfliktberatung mit Wilfried Wilkens
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