Polizei ist echt cool

Jungen und Mädchen drängten sich am Stand der Polizei. (Foto: ch)

Ausbildungs-Messe an der Stadtteilschule Lurup

- Christiane Handke, Lurup - Johann und Alex, beide 15, wissen schon, was sie am
meisten interessiert, wenn es um die Frage geht, was sie später mal werden wollen. Sie drängeln sich mit 20 anderen vor dem Infostand der Polizei. In der Schule Luruper Hauptstraße stellten sich jetzt im Rahmen einer Ausbildungsmesse rund 30 Ausbildungsbetriebe vor.
200 Schüler der Klassen 10 und 11 hatten die Möglichkeit, sich über Beruf, Lehre und Studium zu informieren.
Sanfter pädagogischer Druck half ihnen, auf der Pflichtveranstaltung Präsenz zu zeigen. Sie hatten Laufzettel, die sie ausfüllen mussten. Die Fragen darauf konnten nur beantwortet werden, wenn man sich eingehend an den Infoständen erkundigt hatte.
Was ist im Moment an Berufen „in“, was nicht? Die Lebensmittelunternehmen Rewe und Edeka und das Augenoptikerunternehmen Fielmann konnten sich über mangelndes Interesse nicht beklagen. Und der Stand der Polizei wurde förmlich überrannt von jungen Interessenten. Johann hat Insider-Wissen: „Meine Schwester ist bei der Polizei, deswegen weiß ich schon ziemlich viel darüber.“ Anscheinend nur Positives, denn auch er will „Freund und Helfer“ in Uniform werden.
Auch die Deutsche Telekom stieß auf Interesse bei den Jugendlichen, die Deutsche Post schon weniger. Lau war die Resonanz am Stand des Botanischen Gartens. Ganz einsam war es um Ulrike Lang, Ausbildungsleiterin der Staats- und Universitätsbibiothek Hamburg. Sie nahm das Desinteresse der Schüler gelassen hin. Sie weiß:  „Irgendwann werden sie alle zu uns kommen müssen, wenn sie studieren.“ Sie hat an der „Stabi“ dieses Jahr vier Plätze für die dreijährige Ausbildung zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste zu vergeben.
Stefan Müller vom Zentrum für Aus- und Fortbildung der Stadt Hamburg bietet sogar 600 Ausbildungsstellen. „Das hört sich viel an“, sagte er dem Wochenblatt. „Aber wir bekommen bis zu 10.000 Bewerbungen im Jahr.“



Chancengleichheit

Die Deutschlandstiftung Integration, eine Initiative des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger, setzt sich ein für die Chancengleichheit von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Unterstützt von der Freien und Hansestadt Hamburg, der Handelskammer und der Handwerkskammer hat sie das Berufsorientierungsprojekt an der Stadtteilschule Lurup organisiert.
Unter dem Motto „Geh Deinen Weg“ veranstaltet die Deutschlandstiftung Integration seit 2012 unterschiedliche Projekte. Neben dem Berufsorientierungsprojekt wird ein Stipendien- und Mentorenprogramm angeboten. Dieses fördert zurzeit 180 junge Menschen und vernetzt sie mit Mentoren aus deutschen Unternehmen, Organisationen und Institutionen.
www.deutschlandstiftung.net
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