Ohne Vorwarnung zugebissen

Victors Wunde brauchte drei Wochen um zu verheilen. (Foto: pr)

Warnung vor „Ben“: Freilaufender Hund nicht unter Kontrolle

- Christiane Handke, Lurup - Hunde und ihre Halter, vor allem die mit festen Gassigeh-Gewohnheiten, kennen das: Mensch und Hund treffen auf den Spaziergängen immer die selben alten Bekannten - man grüßt sich, plaudert, die Tiere spielen miteinander. Kay Möller und sein Dalmatiner-Windhund-Mischling Victor sind einmal von ihrer Routine abgewichen – das kostete Victor fast das Leben.
Ben heißt der Hund, vor dem Möller jetzt warnen möchte. „Wir hatten am 2. November einen Theaterbesuch geplant, deshalb musste ich den Verdauungsspaziergang mit unserem Hund vorverlegen. Wir gingen gegen 17.50 Uhr über den Sumpfweg in den Friedrichshulder Weg Richtung Limosenweg. Victor war wie immer an der Leine.“
Nicht so der Hund, der den beiden im Friedrichshulder Weg, begleitet von zwei Frauen, begegnete. Der lief frei. Möller blieb stehen. Der andere Hund wechselte sofort die Richtung, kam auf sie zu und stürzte sich auf Victor. Möller: „Der andere, ein kleiner kompakter Schäferhund, war meinem Hund körperlich weit überlegen. Victor ist nur etwa kniehoch. Auf die Rufe der Halterin, ‘Ben, bleib hier’, hat der fremde Hund überhaupt nicht reagiert.“
Möllers Hund winselte, gab Schmerzlaute von sich. Die Halterin von Ben hatte mittlerweile die Tiere erreicht, zog ihren Hund weg und setzte ihren Weg kommentarlos fort. Möller. „Auf meine Bemerkung, den Hund doch bitte anzuleinen, reagierte sie gar nicht.“
Doch der große Schrecken kam erst zu Hause. Als Kay Möller seinem Hund das Halsband abnahm, entdeckte er, dass dieses eine etwa 15 Zentimeter lange breit klaffende Fleischwunde zusammengehalten hatte. „Das war ein schrecklicher Anblick“ erzählt er. Tierklinik, Nähen, Medikamente: „Alles in allem hat uns die Begegnung mit Ben 280 Euro gekostet. Aber wir sind froh, dass es unserem Hund wieder gut geht“, sagt er.
Kay Möller hat wenig Hoffnung, dass die Halterin von Ben sich meldet, sollte sie diesen Artikel im Wochenblatt lesen. Noch weniger Hoffnung hat er, dass sie die Kosten erstattet. „Aber wenigstens sollte sie ihren Hund in Zukunft an der Leine führen“, sagt er.


Unangenehme Begegnungen mit Hunden? Die kann man hier melden:
Telefonisch unter S 428 11 60 38 oder 428 11 60 39.
Oder per E-mail an:
verbraucherschutz@altona. hamburg. de
Dem Bezirksamt ist der Hund Ben aus Lurup bisher nicht aufgefallen.
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3 Kommentare
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Stefan SKB aus Lurup | 26.11.2013 | 21:59  
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Maja Voss aus Bahrenfeld | 28.11.2013 | 10:23  
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Irmgard Töpelmann aus Eidelstedt | 29.11.2013 | 21:06  
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