Neuer Park mit alten Problemen

Dem Eidelstedter Ali Nasser gefällt der neue Park. (Foto: rs)
Hamburg: Eidelstedt |

Anlage zwischen Wischhofsweg und Elbgaustraße sorgt nicht nur für Freude

von Reinhard Schwarz
Eigentlich sollte hier vor 30 Jahren der Autoverkehr des Ring 2 durchrauschen: zwischen Wischhofsweg und Elbgaustraße. Aber die Planungen wurden zu den Akten gelegt, das Grundstück verwilderte. Seit kurzer Zeit befindet sich jetzt hier eine neue Parkfläche, die zugleich als Abkürzung dient, um schneller zum S-Bahnhof Elbgaustraße zu kommen. Der neue Park wird von den Bewohnern inzwischen gut angenommen – aber nicht alle sind begeistert. Das Wochenblatt hörte sich um.
„Für mich ist der Park eine schöne Abkürzung“, sagt der Eidelstedter Ali Nasser. „Es ist lärmfrei, grün, und die Leute sitzen entspannt auf den Bänken.“ Bernd Cordts, Rentner aus dem Wischhofsweg meint: „Es ist ein bisschen einsam hier, vorher ja gar nichts.“ Abends sei es aber zu dunkel im Park: „Am Anfang und am Ende sollten hier noch Lampen hin.“ Ingrid Rausch (68), Beamtin im Ruhestand, findet den neuen Weg „an und für sich ganz schön – das sieht ja besser aus, als die Wildnis vorher“. Doch anscheinend gibt es bereits die alten Probleme: „Jeden Abend saufen hier die Jugendlichen. Meine Freundin räumt immer deren Wodkaflaschen weg, damit die Hunde nicht in die Glassplitter laufen.“
Auch Doris Schlenther, Hausfrau aus Eidelstedt, registriert das abendliche Treiben mit Unmut: „Die lassen einfach ihre Müll hier liegen, obwohl es genügend Ascheimer gibt.“ Auch die 63-Jährige geht hier mit ihrem Hund spazieren. „Sonst finde ich die Anlage ganz schön. Allerdings könnte ein Gärtner mal das Unkraut beseitigen.“ Weiterhin beschäftigt sie eine Frage: „Auf welchem Teil des Weges dürfen denn nun die Radler fahren: auf der Schotterpiste oder auf dem gepflasterten Teil?“ Sowohl als auch, lautet die Antwort von Bezirksamts-Mitarbeiter Martin Scheinert: „Da gibt es keine Regelung. Fußgänger und Radfahrer müssen sich arrangieren.“
205.000 Euro hat der Ausbau der „Wildnis“ zum Park gekostet. Bezahlt hat die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU). Bei der Polizei ist man mit dem neuen Park zufrieden. „Eine schöne Anlage“, sagt Wilfried Seidel, Bürgernaher Beamter. Aber auch aus seiner Sicht ist es dort nachts zu dunkel: „Es müssten noch ein bis zwei Lampen aufgestellt werden“.

Wie soll der Park heißen?
Wie soll der neue Park zwischen Wischhofsweg und Elbgaustraße heißen? Damit die Namenlosigkeit bald beendet wird, wird sich der Ortsauschuss Eidelstedt/Stellingen mit der Namensfindung befassen. Die Ausschussmitglieder werden sich auf einer ihrer nächsten Sitzungen über das Thema beraten, erklärte Bezirkssprecherin Aileen Röpcke gegenüber dem Wochenblatt. RS
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