Neue Parkplätze müssen her!

Auto abstellen und mit der S-Bahn weiterfahren: So sollen mehr Pendler motiviert werden, mit dem Auto nicht in die City zu fahren. (Foto: as)

Ausbau der S21: Bezirkspolitiker fordern Park and Ride-Angebot in Eidelstedt

Die AKN-Strecke zwischen Eidelstedt und Kaltenkirchen soll zur S-Bahn-Route werden. Aber in Eidelstedt fehlt ein Parkhaus, in dem Pendler ihre Autos abstellen können – die wichtigsten Fragen und Antworten.

Was ist da geplant?
Die AKN-Strecke soll bis 2020 zu einer modernen S-Bahn-Strecke umgebaut werden. Der Plan: Die S 21 zweigt am Bahnhof Eidelstedt auf die AKN-Gleise ab und fährt weiter in Richtung Umland. Vorher muss der gesamte Abschnitt noch mit Stromleitungen versehen werden, auch Bahnhöfe müssen umgebaut werden.

Was ist mit Parkplätzen?
Das ist ein Problem. Denn eine verbesserte Zuganbindung soll auch mehr Pendler zum Umstieg auf die Schiene locken. An der jetzigen AKN-Strecke im Bereich Eidelstedt/Schnelsen gibt es aber kaum ausreichend Parkplätze. Die Bezirkspolitik fordert daher, dass beim Ausbau unbedingt auch Parkgelegenheiten, so genannte Park and Ride (P+R)-Punkte, eingerichtet werden. Bisher
existieren an den AKN-Haltestellen Eidelstedt und Eidelstedt-Zentrum nur Abstellmöglichkeiten für Fahrräder.

Was wird vorgeschlagen?
In einem Konzept der Stadt sind die Stationen Schnelsen, Hörgensweg und Eidelstedt-Zentrum als mögliche Standorte für Parkhäuser oder Parkpaletten vorgesehen. Die Bezirkspolitiker halten aber Eidelstedt-Zentrum für keine gute Wahl, da mehr Pendler das Viertel verstopfen würden. „Die Verkehrsbelastungen für das Eidelstedter Zentrum wären zu groß. Park and Ride soll Pendler aus dem Umland frühzeitig zum Umstieg auf den Personennahverkehr bewegen und sie nicht erst in die Stadtteilzentren führen“, so Dagmar Bahr (SPD), Bezirksabgeordnete aus Eidelstedt.

Welche Haltestellen kommen infrage?
Im Prinzip bleiben damit Hörgensweg oder Schnelsen als mögliche P+R-Punkte. Es ist aber derzeit offen, ob die Verkehrsbehörde auf diese Vorschläge eingeht. Strittig ist auch, ob diese P+R-Häuser für Autofahrer kostenlos sind. Die Stadt will nämlich generell Geld nehmen fürs Parken.
Die CDU scheiterte in der jüngsten Bezirksversammlung mit einem Vorstoß, das zu verhindern.

Info: S 21-Ausbau

Auf der etwa 30 Kilometer langen Strecke zwischen Eidelstedt und Kaltenkirchen sollen schätzungsweise ab 2020 elektrische Züge der Linie S 21 statt AKN-Dieselwagen fahren. Zwischen Elbgaustraße und Hauptbahnhof wird eine extra Linie - die S 32 - eingerichtet.
Entlang der neuen Linie S 21 sollen alle bisherigen Haltestellen erhalten bleiben, also auch Eidelstedt-Zentrum und Hörgensweg. Die Bahnhöfe müssen für den S-Bahnbetrieb allerdings umgebaut und teilweise verlängert werden.
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