Neue Leitung, neuer Chef

Im Eidelstedter Kinder-Hospiz bekommen Eltern mit ihren schwerkranken Kindern Unterstützung. (Foto: pr)

Kinder-Hospiz: Was sich mit dem neuen Betreiber ändert

von Carsten Vitt, Eidelstedt - Der Name bleibt, der Betrieb läuft weiter, aber es gibt einige Veränderungen im Eidelstedter Kinder-Hospiz. Vorige Woche übernahm das Pflegewerk aus Berlin die Tageseinrichtung, in der unheilbar erkrankte Kinder tagsüber versorgt werden (das Wochenblatt berichtete). Der Trägerverein des Hospizes musste Insolvenz anmelden, KinderLeben wird als gemeinnützige Gesellschaft weitergeführt.
Manuela Juchhoff ist nun Leiterin der Einrichtung, Pflegewerk-Chef Georgios Giannakopoulos Geschäftsführer. Ester Peter, Initiatorin und in der Öffentlichkeit das Gesicht des Hospizes, soll die Einrichtung weiter über den Förderverein unterstützen. Dieser war von der Insolvenz nicht betroffen.
Wie viele Mitarbeiter werden weiter beschäftigt? Wie will Pflegewerk einen finanziell abgesicherten Betrieb gewährleisten? Zu diesen Fragen äußerte sich
Giannakopoulos bisher nicht. Klar ist: Auch Pflegewerk braucht für das Hospiz Spenden. Auch das Engagement von Ehrenamtlichen ist weiterhin wichtig. Für beides soll das bisherige KinderLeben-Netzwerk, unter anderem der Förderverein, genutzt werden.
Geplant ist zudem ein Hospiz-Shop, in dem Sachspenden verkauft werden. Der Erlös soll dem Hospiz zugute kommen. Weiter soll ein ambulanter Pflegedienst aufgebaut werden.
Bei der Übernahme des seit Februar in der Existenz bedrohten Hospizes spielten zumindest zum Teil persönliche Motive eine Rolle: Pflegewerk-Chef Giannakopoulos verlor vor 22 Jahren seinen Sohn Theodorus. Daraufhin gründete er mit seiner Frau das gleichnamige Hospiz in Berlin.
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