„Nest im Astweg“ feiert den Frühling

Sie basteln Collagen zum Thema „Vorbilder“ – und mögen das „Nest im Astweg“: Lejla (10), Vanessa (1), Benjamin (8) und Josua (5, v. l.). Foto: cvs
Hamburg: Nest im Astweg |

Frühjahrsfest und neue Öffnungszeiten

von Christopher von Savigny

Winter ade, auch in Eidelstedt. Das „Nest im Astweg“ feiert das erfreuliche Ereignis mit einem Frühlingsfest am Sonntag, 25. März. Ab 10.30 Uhr steht ein großes Familienfrühstück für Kinder und ihre Eltern bereit. Weiterhin geplant sind Spiele, Kinderschminken und Musik. Und noch eine Neuigkeit: Ab dem 26. März fällt die Montagsöffnung weg, dafür hat die Einrichtung ab 1. April erstmals auch sonntags geöffnet (siehe Infokasten).
Dreieinhalb Jahre nach ihrer Eröffnung ist die Außenstelle der Elternschule Eidelstedt endgültig im Stadtteil angekommen. „Wir haben uns etabliert“, sagt Elternschulleiterin Dörte Ayecke, die das Projekt in die Wege geleitet hat. Teile des Astwegs sind bekannt als sozial benachteiligtes Quartier, in dem nur eine Minderheit aus Deutschland stammt.
In dem Wohnblock, in dem auch das „Nest“ untergebracht ist, wohnen allein 100 Menschen, die über das Wohnungsamt vermittelt wurden. Praktisch alle haben ausländische Wurzeln. „Wir möchten Kindern im Stadtteil einen Treffpunkt anbieten“, erläutert Dörte Ayecke. Nachmittags (und jetzt auch sonntagvormittags) wird gespielt und gebastelt, Kinder können kochen, lernen und bekommen Hilfe bei den Hausaufgaben.
„Es war nicht immer leicht“, weiß Elternschulleiterin Dörte Ayecke. „Zeitweise mussten wir schließen, weil Kinder randaliert und mit Essen geworfen haben. Aber mittlerweile spürt man Respekt dafür, dass wir uns engagieren.“
Vergangenes Jahr besuchten 85 Kinder aus etwa zehn verschiedenen Ländern die Einrichtung, im Durchschnitt waren es zwölf pro Tag. Fünf Honorarkräfte und zwei Ehrenamtliche sorgen für die Betreuung. Unterstützt wird das „Nest im Astweg“ von der Bürgerstiftung Hamburg und vom Förderkreis der Elternschule Eidelstedt (FEE). Letztes Jahr gab's eine einmalige Zahlung in Höhe von 86.000 Euro vom Bezirksamt. Von dem Geld wurden Sitzgelegenheiten und eine Küche gekauft sowie eine Trennwand gebaut. Ein Wintergarten ist in Planung.
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