Mütter helfen Müttern

In Altona gibt es schon Stadtteilmütter, im Osdorfer Born können sich Frauen ab Herbst dazu ausbilden lassen. Foto: pr

Wie Frauen Neu-Hamburger in Osdorf unterstützen

sören reilo, osdorfer born

Anträge, Formulare, Kita-Gutschein, Schulanmeldung, Ferienbetreuung und so weiter: Für das Leben mit Kindern müssen Eltern eine Menge Papierkram erledigen. Wer neu ist in Hamburg und noch nicht gut Deutsch spricht, hat damit seine liebe Mühe. Stadtteilmütter helfen. Die Frauen unterstützen Neuankömmlinge aus anderen Ländern, die sich erst einmal orientieren müssen. Häufig sprechen die Stadtteilmütter die Muttersprache der Neu-Hamburger.
Seit 2011 gibt es das Projekt des Diakonischen Werkes Hamburg in Altona, nun startet ein Ableger im Osdorfer Born. In den Räumen des Bürgerhauses Bornheide haben Mütter mit Migrationshintergrund die Möglichkeit, sich zu ehrenamtlichen Stadtteilmüttern qualifizieren zu lassen.
Ein dreimonatiger Kurs beginnt am Montag, 25. September. An zwei Terminen pro Woche wird auf Deutsch umfassendes Wissen zu Themen wie Bildung, Erziehung, Gesundheit und gesellschaftlicher Teilhabe von Kindern vermittelt. Diese Kenntnisse sollen die Stadtteilmütter im Anschluss direkt in Familien mit Unterstützungsbedarf – meistens mit gleicher Muttersprache – in ihrem Stadtteil weitergeben. Die Teilnehmerinnen erhalten eine Aufwandsentschädigung.
Stadtteilmütter gehen direkt in die Familien, die neu in Deutschland sind und häufig einen Fluchthintergrund haben, und sind eine Art Lotse durch das Hamburger Kita- und Schulsystem, zu Gesundheitsvorsorge und auch zu den Bildungsangeboten in Osdorf, Lurup und im Rest der Stadt. So werden die Familien bei der Integration unterstützt und bei Bedarf an weitere Angebote weitergeleitet.

❱ Frauen, die helfen wollen, melden sich unter Tel. 609 29 31 16 oder kommen donnerstags von 10 und 12 Uhr in die Sprechstunde im Bürgerhaus Bornheide, Bornheide 76, Haus 5 (orange).
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