Mit Moderator aus der Misere

Problemzone Verkehr: Eidelstedt ist von den Autobahnen A 7 und A 23 umgeben, morgens und nachmittags staut sich am Eidelstedter Platz und auf der Holsteiner Chaussee der Verkehr. Auch diese Probleme sollen berücksichtigt werden, wenn Politik und Bürger Pläne für die Zukunft des Eidelstedter Zentrums diskutieren. Foto: rs

Eidelstedt Zentrum: Bürger und Gruppen aus dem Stadtteil sollen über Zukunft beraten

Reinhard Schwarz, Eidelstedt
Wird jetzt alles gut? Im Stadtplanungsausschuss hat eine Mehrheit von SPD, CDU, Grünen und FDP sich für eine „Zukunftsplanung Eidelstedter Zentrum“ ausgesprochen: An der Gestaltung von Eidelstedts Zentrum sollen viele Bürger beteiligt werden.
Zur Erinnerung: Im Mai scheiterte die geplante Erweiterung des Eidelstedt Centers am Bürgerwillen. Die Initiative „Für ein grünes Zentrum Eidelstedt“ hatte ein Bürgerbegehren ins Leben gerufen, um eine Grünfläche zu retten, die der Center-Erweiterung hätte weichen müssen. Der anschließende Bürgerentscheid ließ die Erweiterungspläne eindeutig scheitern.
Seitdem war Wundenlecken angesagt bei der Mehrheitskoalition aus SPD, CDU und FDP, den klaren Befürwortern der Center-Erweiterung. Die Linke hatte den Bürgerentscheid unterstützt, die Grünen Nachbesserungen vom Investor gefordert. Mittlerweile sind sich alle Beteiligten darüber einig, bei der Weiterentwicklung des Eidelstedter Zentrums auch das Umfeld mit einzubeziehen: So soll auch der als unattraktiv empfundene Busbahnhof Eidelstedter Platz, die Verkehrssituation mit Dauerstaus auf der Holsteiner Chaussee und die Lage des Einzelhandels in Pläne einbezogen werden.
Einig sind sich alle, dass eine fachkundige Person den Prozess moderieren soll. „Wir wollen einen externen Moderator“, erklärt Peter Schreiber (SPD), „ein Fachmann, der mit solchen komplexen Verfahren Erfahrung hat.“ Ähnlich äußert sich auch Astrid Dahaba (Die Linke): „Es soll ein Fachmensch mit Stadtplanungs-Hintergrund sein.“
Brigitte Heimes von der neu gegründeten Bürgerinitiative „Neues Zentrum Eidelstedt“, in der viele Mitglieder der „Grünes Zentrum“-Initiative mitwirken, fordert darüber hinaus „ein unabhängiges Einzelhandelsgutachten als Diskussionsgrundlage“. Ein noch aus dem Jahr 2005 stammendes Gutachten sei mittlerweile veraltet. Brigitte Heimes: „Damals gab es noch nicht Möbel Höffner in Eidelstedt, und der Internet-Handel spielte kaum eine Rolle.“
Auch müsse der Flächennutzungsplan aus den 1960er Jahren überarbeitet werden: „Fraglich ist, ob der noch zeitgemäß ist.“
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