Mit „Hemingway“ schreiben

Hamburg: Holsteiner Chaussee, Eidelstedt/Schnelsen |

Klaus-Bernd Pöppelmann sammelt edle Füllfederhalter

Reinhard Schwarz,
Eidelstedt/Schnelsen
Es war Liebe auf den ersten Blick: Als Klaus-Bernd Pöppelmann 1988 auf dem Dachboden einer verstorbenen Patentante auf drei alte Füllfederhalter stieß, wurde eine Leidenschaft entfacht. Die Funde bildeten den Grundstock für eine Sammlung, die mittlerweile rund 200 Exemplare umfasst – vom alten Schulfüller bis zur limitierten Sonderanfertigung. So richtig kann der Werbekaufmann seine Leidenschaft nicht erklären. „Ich mag einfach alles, was schön und besonders ist.“
Stolz ist Klaus-Bernd Pöppelmann unter anderem auf den „Hemingway“ von 1993, ein Liebhaberexemplar der Traditionsfirma Montblanc mit Sitz in Lurup. „Mit dem ‚Hemingway’ schreibe ich am Liebsten.“ Denn, so der frühere Sprecher der Eidelstedter Werbegemeinschaft: „Ich sammele nicht nur, ich schreibe auch mit den Geräten.“ Eines seiner Lieblings- stücke ist ein Montblanc „Meisterstück 139“ aus dem Jahre 1939. Kriegsbedingt ohne Goldfeder, stattdessen wurde Palladium für die Feder verwendet, ein Metall ähnlich dem Platin. Die meisten Füller verfügen über eine Schreibfeder aus Gold oder Stahl, es gibt aber auch Exemplare mit einer aus Glas.
Nicht nur die edlen Federn deutscher Hersteller wie etwa Pelikan oder Kaweco (gegründet 1883) wecken die Sammlerleidenschaft. Auch amerikanische Produkte von Sheaffer oder Parker hat der 65-Jährige in seinen Fundus aufgenommen.
Wo finden Sammler noch alte Füller? Ganz einfach: bei anderen Sammlern. Pöppelmann: „Im Museum für Arbeit treffen sich regelmäßig die Sammler von Füllfederhaltern bei der ‚Pen Port’.“ Darüber hinaus ist er Mitglied im Verein „Collegium Ars Scribendi“, die Freunde edler Schreibgeräte. Die Mitglieder treffen sich monatlich in einem Lokal in St. Georg. Hier wird auch eifrig getauscht. Oder er wird auf Trödel- und Antikmärkten fündig.
Was fehlt Klaus-Bernd Pöppelmann in seiner Sammlung? „Mir fehlt noch ein Montblanc ‚Meisterstück’ aus der Zeit zwischen 1950 und 1954: ein 246er mit braun marmoriertem Schaft.“ Ein Exemplar mit grau marmoriertem Schaft besitzt er bereits, aber das andere Schreibgerät sei eben seltener. Die Leiden eines Sammlers.
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