Mindestens 80.000 Euro weniger für die Jugend?

Gegen Vorschläge, in der offenen Kinder- und Jugendarbeit massiv zu kürzen, protestieren auch Aktive aus Lurup: Mareike Reuter vom Jugendcafé Lurup, Katja Luckmann, Leiterin des Mädchentreffs Lurup, Sabine Tengeler vom Luruper Forum sowie Anna-Tasja Gurol vom Mädchentreff Lurup (v. l.). Foto: da

Bezirksamt schlägt vor, bei der Jugendhilfe auch in Lurup und Osdorf massiv zu sparen

René Dan, Lurup/Osdorfer Born
Das Bezirksamt Altona reagiert mit seiner Kürzungs-liste, die den gesamten Bezirk betrifft, auf Vorgaben der Sozial- und Familienbehörde: Die hat angekündigt, im nächsten Jahr bei der offenen Kinder- und Jugendarbeit hamburgweit 3,5 Millionen Euro weniger an die Bezirke zu überweisen. Allein der Bezirk Altona müsste demnach ein Minus von rund 787.000 Euro ausgleichen.
In Lurup und im Osdorfer Born wären die beiden Mädchentreffs betroffen, sie sollen laut Diskussionspapier mit anderen Einrichtungen zusammengelegt werden. Auch das Jugendcafé Lurup spielt eine wichtige Rollen bei Überlegungen zum Einsparen: Das Juca soll laut eines Vorschlags des Bezirksamtes statt vier künftig drei Stellen haben. Die vierte Stelle soll in ein „Übergangsprojekt“ von Schule in den Beruf übergehen.
Zudem soll im Bereich der Familienförderung das KL!CK Kindermuseum statt 18.000 Euro nur noch 10.000 Euro bekommen. Als „tatsächliche Kürzung“ kommt der Bezirk für Lurup auf rund 21.000 Euro, für den Osdorfer Born und Alt-Osdorf auf 59.000 Euro – hierbei sind die Versuche, Geld umzusteuern und für andere Projekte zu verwenden, nicht inbegriffen.
Denn der Bezirk versucht, Angebote aus der offenen Kinder- und Jugendarbeit verstärkt auf konkrete Hilfen – sogenannte „sozialräumliche Hilfen und Angebote“ (SHA) – umzusteuern. Bei diesen Mitteln müssen die Träger konkrete Zielvereinbarungen mit dem Jugendamt treffen .
Für sozialräumliche Angebote stellt der Senat zusätzlich 12,1 Millionen Euro zur Verfügung. Der Bezirk Altona versucht, aus diesem Kuchen rund 550.000 Euro zu bekommen.
Mauricio Wertheim, Geschäftsführer der „movego Jugendhilfe“, unterstützt diesen Ansatz. Er sagt: „Von 12,1 Millionen Euro Landesmitteln sollten 3,5 Millionen Euro genommen, um so die drohenden Kürzungen und Einsparungen zu verhindern.“ Wertheims Träger hat unter den Einsparungen besonders zu leiden: So wird eventuell nicht „nur“ eine Stelle aus dem Juca Lurup umgewidmet. Laut Diskussionspapier sollen die Ju Ottensen und Altona-Altstadt geschlossen werden.
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