Mehr Kultur frei Haus

Ausflug ins Archäologische Museum: Bei der Feuersteinwerkstatt erproben Kinder die Werkzeugherstellung in der Steinzeit. (Foto: Archäologisches Museum Hamburg)

Museen, Theater, Tanz: Neue Angebote für Grundschüler

Carsten Vitt, Eidelstedt - Ausflüge ins Museum, Besuche von Künstlern, Tanzkurse: Mädchen und Jungen der Schule Lohkampstraße wird demnächst mehr Kultur geboten. Die Eidelstedter Grundschule nimmt an dem Projekt Kulturabo teil – das Elbe Wochenblatt beantwortet die wichtigsten Fragen.

Was ist das Kulturabo?
Es ist eine Art Schnupperangebot für Kinder und Schulen aus benachteiligten Stadtteilen. Über das Projekt sollen Kinder viele Kulturangebote ausprobieren können: Musikkurse, Tanzen, Zeichnen. Frei nach dem Motto: Kommen Kinder nicht zu den Kultureinrichtungen, kommen diese halt zu ihnen.

Wer macht das?
Organisiert werden die Angebote von der Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendkultur (LAG). Partner sind 23 Anbieter aus allen möglichen Sparten: Museen, Elbphilharmonie, Bücherhallen, Kindertheater, Stadtteilkulturzentren und freischaffende Künstler. Jede Schule kann auswählen, welche Veranstaltungen oder Kurse sie ihren Schülern anbieten möchte. Den Schulen soll so geholfen werden, den Nachmittagsbereich attraktiver zu gestalten. Meist fehlt den Schulen Geld und Personal, um spannende Kulturkurse anzubieten.

Wer ist dabei?
Bisher sind hamburgweit sieben Grundschulen Partner.

Kostet das was?
Für die Schüler ist die Teilnahmen kostenlos – es sollen so vor allem Kinder in den Genuss kultureller Angebote kommen, die sonst kaum eine Chance darauf haben. Bisher sind daher maßgeblich Einrichtungen aus benachteiligten Gebieten Partner. Die Schulen zahlen für die Angebote einen gewissen Anteil.

Wer finanziert das Projekt?
Die Angebote im Rahmen des Kulturabos der LAG werden von mehreren Stiftungen finanziert – im Moment ist das Projekt in einer Testphase.

Was machen die Lohkampschüler?
Unter anderem sind Ausflüge ins Hamburgmuseum und das Klick-Kindermuseum geplant, zudem ein Besuch im klingenden Museum in der Laeiszhalle oder Kunst- und Tanzkurse an der Schule.

Wie viele Eidelstedter Kinder nehmen daran teil?
Zunächst eine Nachmittagsgruppe mit 23 Schülern. Im Nachmittagsbereich werden insgesamt etwa 140 Schüler vom Kooperationspartner SV Eidelstedt betreut – das sind knapp 80 Prozent der Schülerschaft.

❱❱ www.kinderundjugendkultur.info
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