Mehr als nur mal Kaffeetrinken

Roland Schielke (l.) und Michael Rietz (mit Mitarbeiter Najib Assadi) sitzen gern im Bürger-Café. (Foto: mk)

Bürger-Café am Osdorfer Born: Treff und Restaurant für das schmale Budget

Miriam Kopf, Osdorfer Born – Kultur, Kommunikation und Kaffee. So wirbt das Diakonische Werk Hamburg-West/Südholstein für das Bürgerhaus Bornheide am Osdorfer Born. Logisch also, dass das Bürger-Café, eröffnet am Nikolaustag 2013, zum Mittelpunkt der neuen Begegnungsstätte werden soll.
Die Chancen stehen gut. Jedenfalls sind Roland Schielke, Leiter des Bürgerhauses, und Café-Chef Michael Rietz, mit der bisherigen Besucherresonanz zufrieden. „Nach oben ist natürlich immer Luft“, erklärt Rietz. Und Schielke ergänzt: „Einige Wünsche zur Raumgestaltung hätten wir auch noch.“ Ein paar Lampen fehlen noch. Blumen ebenfalls. Ein Vordach wäre toll. Die Realisierung des einst geplanten Wasserspiels vor dem Café auch.
Bislang hat das Bürgerhaus sein Café samt Küche komplett aus Sach- und Geldspenden - circa 60.000 Euro – eingerichtet. Lediglich der Raum, im Rahmen des Gesamtbaus, wurde vom Bezirk finanziert. Die laufenden Kosten sollen vom Bürgerhaus und den Einnahmen aus dem Café gedeckt werden. „Noch sind wir dabei zu ermitteln, wie viel wir tatsächlich benötigen“, so Rietz.
Im Schnitt gehen täglich 60 Mittagessen raus, überwiegend an Leistungsempfänger zum Sozialpreis von 2,50 Euro. „Normalverdiener“ zahlen den Solidaritätspreis von 4,50 Euro. Einnahmen, die das Café schon jetzt gut gebrauchen kann.
Denn seit März arbeiten zwei Mitarbeiter hauptamtlich je 20 Stunden im Café, sechs weitere ehrenamtlich. „Überwiegend besteht das Team aus Leis-tungsempfängern und Rentnern, die Kontakt suchen und sich engagieren wollen“, berichtet Schielke.
Eine gute Möglichkeit sich auszutauschen oder unkompliziert eines der zahlreichen Angebote des Bürgerhauses anzunehmen. Nicht nur für die Mitarbeiter. „Unser Bürger-Café ist für jeden geöffnet. Vielen Menschen fällt es leichter, sich in gemütlicher Atmosphäre über mögliche Hilfen zu informieren als in einem sterilen Büro“, sagt Sozialpädagoge Schielke. Und ergänzt: „Ohne das Bürger-Café würde das Bürgerhaus nicht leben.“
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