Max-Traeger-Schule plant Ganztagsbetreuung mit Kita

Margarete Fimmen-Marquardt (l.) von der Max-Traeger Schule sowie Susann Wandschneider und Volker Staroste von der Kita Baumacker wollen ab Sommer 2012 sehr eng miteinander kooperieren. Foto: oj
Hamburg: Max-Traeger-Schule |

Ab Sommer 2012 tagsüber kostenlose Betreuung dank Kooperation mit der Kita Baumacker

von Oliver Jensen

Die Max-Traeger Schule hat auf die Hortreform reagiert. Im Sommer 2012 soll die Kooperation mit der Kindertagesstätte Baumacker beginnen. Der Antrag an die zuständige Behörde wurde bereits gestellt. „Wir erwarten die Antwort im Januar und sind sehr zuversichtlich”, sagt Margarete Fimmen-Marquardt, die Schulleiterin der Max-Traeger Schule.
„Die enge Zusammenarbeit zwischen Lehrern und Erziehern macht es möglich, sich über die Kinder auszutauschen, damit diese besonders gefördert werden können”, erläutert Margarete Fimmen-Marquardt. Das heißt: Leidet ein Kind zum Beispiel unter einer Schwäche in Mathematik, wird der Erzieher informiert, damit er den Unterrichtsstoff am Nachmittag mit dem Kind noch einmal durchgeht. „Es ist auch denkbar, dass eine Erzieherin gelegentlich mit in den Unterricht kommt oder eine Lehrerin am Nachmittag Nachhilfe gibt”, so Volker Staroste, Leiter der Kita Baumacker. „Lehrer sollen am Nachmittag gezielte Förderungen, wie zum Beispiel Sprachförderungen, bieten”, führt er aus.
Aber auch die Freizeit soll keinesfalls zu kurz kommen. Ob nun Orientalischer Tanz, Schach, Plastisches Gestalten, Sport, Medienerziehung, Kochen oder Schülerzeitung – die vielen Kursangebote der Max-Traeger Schule sollen weitestgehend in der Kindertagesstätte fortgeführt werden. „Wir müssen allerdings noch abwarten, welche Ressourcen uns die Stadt zur Verfügung stellt”, fügte Volker Staroste hinzu. „Wir möchten, dass sich die Kinder bei uns heimisch fühlen, einen Ansprechpartner haben und bei den Hausaufgaben betreut werden, bevor wir sie später in die Kurse entlassen.”
Bei den Eltern kommt das geplante Ganztagesangebot gut an. „Ich finde das super. Gerade für Alleinerziehende wird das eine große Hilfe sein. Und ich bin mir sicher, dass auch die Kinder sich wohlfühlen werden”, sagte Eva Ämurri, deren Kind die Grundschule besucht.

Projekt „Ganztägige Bildung und Betreuung“
Das Projekt „Ganztägige Bildung und Betreuung“ besagt, dass alle Schulkinder der Hamburger Grundschulen spätestens bis zum Schuljahr 2013/2014 verlässlich und kostenfrei in der Kernzeit von 8 bis 16 Uhr an den Grundschulen betreut werden sollen. In den Randzeiten ist die Betreuung kostenpflichtig: von 6 bis 8 Uhr (montags bis freitags) und 16 bis 18 Uhr (montags bis donnerstags), freitags von 16 bis 17 Uhr sowie in den Ferien von 8 bis 16 Uhr.
Da die Beträge zwischen den Behörden und einigen Trägern von Kindertagesstätten beziehungsweise anderen Kooperationspartnern noch nicht allgemein ausgehandelt sind, steht das monatliche Elternentgelt noch nicht in allen Fällen fest. Sicher ist dafür, dass es ein stark ermäßigtes Elternentgelt für Familien mit geringem Einkommen geben wird. OJ
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