Luruperin macht die Welt besser

Samantha Owusu (20, 2.v.l.) engagiert sich für Umweltprojekte wie die Pfandspende. Alexandra (14, v. l.), Lena (13), Luke (14) und Naemi (13) von der Stadtteilschule Bahrenfeld machen mit. Foto: cvs

Samantha Owusu (20) engagiert sich an Schulen
für ein vorbildliches Umweltprojekt

Ch. v. Savigny, Lurup

Von dem, was Samantha Owusu so erzählt, bleibt ein Satz besonders in Erinnerung: „Ich liebe es, Verantwortung zu übernehmen“, sagt die 20-jährige Luruperin, die zurzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) an einer Bahrenfelder Schule ableistet. Wer ihr zuhört, glaubt es sofort: Denn die junge Deutsch-Ghanaerin quillt nur so über vor Ideen, wie man die Welt verbessern könnte. Und strahlt dabei einen unerschütterlichen Optimismus aus.
Letztens hat Owusu ein paar sogenannte Pfandboxen an der Stadtteilschule (STS) Lurup aufgestellt – die Schule, an der sie letztes Jahr ihr Abitur abgelegt hat. An den Boxen können Schüler ihre alten (Pfand-)Plas-tikflaschen loswerden. Der Erlös der Sammelaktion geht an gemeinnützige Vereine (siehe Text rechts). „Spende Dein Pfand“ nennt sich das bundesweite Projekt, deren Bundeskoordinatorin Samantha Owusu heißt. „Wenn alle einen kleinen Beitrag leisten, können wir etwas verändern“, sagt sie.
Schon während der Schulzeit wollte die Luruperin am liebsten immer mitmischen, dementsprechend häufig wurde sie von ihren Mitschülern zur Klassen- oder sogar Schulsprecherin gewählt. Sie engagierte sich als Babysitterin für die Nachbarn und als Gottesdiensthelferin in der „Lighthouse Chapel International“, einer christlichen Luruper Gemeinde.
Als Stipendiatin der Hertie-Stiftung nahm sie nach dem Abi an einem „Sommercamp“ für junge Leute teil und lernte „Spende Dein Pfand“ kennen. „Mir wurde klar, dass ich mein tägliches Tun gar nicht als Engagement wahrgenommen habe, sondern als selbstverständlich“, stellt sie rückblickend fest.
Als Deutsche mit afrikanischen Wurzeln stand ihr Berufsziel schnell fest: „Auswärtiges Amt oder irgendwas mit Diplomatie würde mich reizen“, berichtet Owusu. Fremde Länder, andere Kulturen – das ist es, was die 20-Jährige fasziniert. Zur aktuellen Flüchtlingssituation in Deutschland sagt sie: „Es könnte jedem so ergehen. Wenn ich selbst als Flüchtling in einem anderen Land bin, dann möchte ich doch auch, dass man mich fair und anständig behandelt.“

Das Pfandprojekt
Die Initiative „Spende dein Pfand – Jugend bewegt“ wurde 2014 in Köln gegründet. Mittlerweile machen in ganz Deutschland Dutzende von Schulen, Unternehmen und Gemeinden mit. Aktuell engagieren sich bei dem Projekt deutschlandweit 17 Schüler als ehrenamtliche Koordinatoren. Die STS Lurup – Standort Vorhornweg – ist die zweite teilnehmende Hamburger Schule nach der STS Bahrenfeld.
Das Prinzip: Schüler und Lehrer werfen ihre nicht mehr benötigten Pfandflaschen in bereitgestellte Leergutboxen, der Erlös kommt gemeinnützigen und sozialen Organisationen zugute. Unterstützt werden unter anderem das Kinderrechteforum (KRF), die Umweltschutzorganisation „Robin Wood“ und das „Friedensdorf International“. Trotz eines Erlöses von 25 Cent pro PET-Flasche landen deutschlandweit im Jahr etwa 50 Millionen Pfandflaschen im Restmüll oder in der Natur.
CVS

❱❱ www.spendedeinpfand.com
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.