Lesung im ICE-Speisewagen

Die Schüler der Klasse 2a freuten sich über die Lesung von Alsterradio-Moderator Sven Flohr. Der 37-Jährige las unter anderem Paul Maars Geschichte „Vorsicht, Niesgefahr!“. Das wussten auch Klassenlehrerin Angela Klaffka (l.) und Mutter Stefania Balsamo (M.) zu schätzen. Foto: da
Hamburg: ICE-Werk |

Vorlesetag mit der 2a der Schule Furtweg

René Dan, Eidelstedt
Kinderliteratur im ICE-Speisewagen: Bereits 40 Minuten lang hatte Sven Flohr der Klasse 2a der Schule Furtweg vorgelesen, als aber der Alsterradio-Moderator die Schüler fragte, ob sie denn noch eine Geschichte hören wollten, lautete die einhellige Antwort: „Jaaa!“ Kein Zweifel: Die Aktion im ICE-Werk kam gut an – auch zu Sven Flohrs Freude. Er gehörte am Freitag zu deutschlandweit rund 40.000 Vorlesern. Die „Stiftung Lesen“ hattte das Event zusammen mit der Wochenzeitung „Die Zeit“ und der Deutschen Bahn organisiert.
Sven Flor gab Auszüge aus dem Sammelband „Mein großes Vorlesebuch“ zum Besten, die ihm Wolf Borchers von der „Stiftung Lesen“ vorgeschlagen hatte. Für Wolf Borchers ist klar: „Vorlesen fördert bei Kindern den Wortschatz und entwickelt die Fantasie.“ Zudem werde die Bindung an die Eltern gestärkt.
Als Sven Flor im Speisewagen die 15 Schüler fragte, ob ihnen Zuhause vorgelesen werde, meldete sich ein Teil von ihnen, andere – wie Angelina (7) – betonten: „Wir lesen selber!“
Bei den Schülern kam das Ambiente im Speisewagen besonders gut an. Einige lagen auf dem Boden, über zahlreichen Kissen ausgestreckt. Andere verwandelten Sitzbänke dank weiterer Kissen in Plüschsofas. „Hier ist es so gemütlich“, freute sich Emily.
Die Siebenjährige und ihre 14 Mitschüler wussten aber auch die von Sven Flohr lebhaft vorgelesenen Geschichten – darunter „Entschuldigung, flüsterte der Riese“ von der Hamburger Autorin Kirsten Boie – zu schätzen. Und zu Paul Maars „Vorsicht, Niesgefahr!“, das mit viel Sinn für Humor um das heftige Niesen eines Mannes kreist, meinte Emily: „Ich fand es toll, dass sich der Mann einen Eimer vors Gesicht gehalten hat.“
Klassenlehrerin Angela Klaffka war ebenfalls ganz angetan von der Leseaktion im ICE. „Das gemeinsame Erlebnis des Vorlesens ist wichtig“, so die Pädagogin. Sie ergänzt: „Wenn eine Klasse mehr als 40 Minuten ganz ruhig beim Vorlesen zuhört, ist das toll!“
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