Lebenshilfe: Vorstand lehnt Rücktritt ab

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Vorstandsmitglied Werner Schönau, Floristin Christina Schmidt, Leiter der Floristik Tolja-Mirko Curts, Ralf Burmeister, Leiter der Fördergruppe und des Berufsbildungsbereiches, und Vorstandsmitglied Margrit Medau-Brinckmann sind empört über die Gerüchte und anonymen E-Mails, die ihnen zufolge Unruhe stiften. Foto: cn

Schließung der Gärtnerei nicht geplant – Altlast Senioren-Tagesstätte im Fährhaus

Connie Neumann, Schenefeld
Bei der Lebenshilfe Schenefeld wird weiter fleißig gemobbt. Diesmal wurde in einer anonymen E-Mail, die mehrere Institutionen erhalten haben, der Vorstand aufs Korn genommen. „So entstand auch das Gerücht, dass die Gärtnerei geschlossen werden soll“, erklärt Vorstandsmitglied Werner Schönau. „Für die Mitarbeiter der Gärtnerei sind Fortbildungen geplant. Eine Schließung ist nicht vorgesehen.“
In der Gärtnerei sind rund 50 hauptamtliche Mitarbeiter tätig sowie ebenso viele Betreute. Gemüse, Pflanzen sowie liebevoll gestaltete Wohnaccessoires werden angeboten. „Wir sehen unseren Beruf als Berufung und es ist uns unverständlich, dass wir plötzlich erfahren, dass unser Arbeitsplatz gefährdet sein soll“, erzählt Tolja-Mirko Curts, Leiter der Floristik in der Gärtnerei Lebenshilfe an der Blankeneser Chaussee.
Von einer Insolvenz könne, so der Lebenshilfe-Vorstand, nicht die Rede sein. Vielmehr müsse der Verein mit Altlasten aus der Zeit des ehemaligen Vorstands kämpfen. Dazu gehört auch die Senioren-Tagesstätte im Fährhaus Teufelsbrück, die seit einigen Monaten zum Verkauf steht.
Inzwischen hat die Vorsitzende des Landesverbandes der Lebenshilfe, Susanne Slojan-Rayer, dem Vorstand den Rücktritt nahegelegt. „Wir haben zum Handeln aufgefordert“, lautet das Statement von Karen Strehlow, Geschäftsführerin des Landesverbandes dazu.
Doch der Rücktritts-Empfehlung will der Vorstand nicht folgen. „Wenn der Vorstand zu- rücktritt, ist der Verein führungslos und das würde dann zur Insolvenz führen“, sagt Werner Schönau.

Lebenshilfe kündigt zwei Bereichsleitern
Wegen „unüberbrückbarer Differenzen“ hat die Lebenshilfe Schenefeld Hans-Jacob Goßler, Leiter im kaufmännischen Bereich, sowie Gregor Specht, Leiter im pädagogischen Bereich, zum 30. Juni gekündigt. Bis die Nachfolge feststeht, werden die Bereiche übergangsweise von Geschäftsführerin Christa Lewon (Pädagogik) und Vorstandsmitglied Werner Schönau (Finanzen) geleitet. Zugleich scheidet Uwe Nilsson auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand aus. „Wir haben aber weiterhin einen funktionsfähigen Vorstand“, so Werner Schönau. CN
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Harald Dietz aus Lurup | 23.05.2012 | 08:16  
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