Laufen gegen die Not in Afrika

Die Grundschüler wollten viele Runden laufen, damit den Kindern in Afrika eine hohe Spendensumme zukommt. Foto: oj
Hamburg: Eidelstedt |

Max-Traeger-Schule und „Kindernothilfe“ organisierten einen Spendenlauf der Grundschüler

von Oliver Jensen
Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern. Dieser Grundgedanke wird an der Max-Traeger-Grundschule gelebt. Zugunsten bedürftiger Kinder in Afrika absolvierten die 108 Schüler jüngst einen Spendenlauf. Hinter jedem der sechs- bis Zehn-Jährigen stand ein Wohltäter der zwischen 20 Cent und einem Euro je geleistete Runde spendete.
„Dabei kann es sich um Eltern, Großeltern, Nachbarn oder auch Unternehmen aus der Umgebung handeln”, erklärt Lehrerin Anja Paul. „Im vergangenen Jahr, als wir zum ersten Mal den Spendenlauf organisierten, kamen 1.500 Euro zusammen.”
Die Idee für einen Spendenlauf entstand vergangenes Jahr im Rahmen einer Projektwoche. „Aufgrund der Fußball-Weltmeis-terschaft in Südafrika widmeten wir uns dem Thema Afrika. Dabei kam mir die Idee, mit einem Spendenlauf etwas gegen das Leid zu unternehmen”, erinnert sich Anja Paul. Der erste Spendenlauf bewies, dass in den Kindern echte Sportler stecken. Der laufstärkste Schüler schaffte damals 74 Runden bei einer Rundenlänge von circa 330 Metern.
Auch in diesem Jahr wollten die Kinder so viel wie möglich für ihre Altersgenossen in Afrika tun. Im Sportunterricht wurden sie mit Konditionstraining auf den Dauerlauf vorbereitet.
Der wichtigste Grund für das Engagement der Kinder beim Gemeinschaftsprojekt mit der Organisation „Kindernothilfe“ liegt darin, dass ihnen kindgerecht die Not in Afrika vermittelt wurde. „In den Schülern steckte ein großes Verständnis dafür, dass andere Kinder nicht so viel zu essen haben, dass das ungerecht ist und man ihnen helfen muss”, erklärt Charlotte Frey von der gemeinnützigen Bildungsinitiative „Teach First“, die für den Unterricht zuständig war. „Wir haben die Situation der Kinder in Afrika im Zusammenhang mit ihrem eigenen Alltag gestellt, damit sie das besser verstehen.”
Mit ihrem sportlichen Engagement haben die Schüler einen Teil dazu beigetragen, dass es den Kindern in Afrika zukünftig ein kleines bisschen besser ergeht. Gemeinsam sind sie 2.063 Runden gelaufen. Drei Kinder schafften sogar 70 Runden und somit mehr als 23 Kilometer.
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