„Lasst uns unsere Kita!“

Die Kita-Gruppe in der Schule Rungwisch ist gefährdet: Weil ab nächstes Jahr kein Platz mehr für die Kinder da ist, steht die geschätzte Einrichtung vor dem Aus. Eltern protestieren nun und fordern den Erhalt.

Kein Platz: Kindertagesstätte wird aus der Schule Rungwisch verdrängt – Eltern fordern Erhalt.

Von Carsten Vitt.
Noch gibt es die kleine Kita-Gruppe in der Schule Rungwisch. Doch keiner weiß, wie lange das noch so sein wird – das Elbe Wochenblatt beantwortet die wichtigsten Fragen.
Was ist das Problem?
Die Grundschule Rungwisch wächst und braucht mehr Platz. Die Kita steht ab nächsten Sommer deshalb ohne Raum da, vergibt derzeit nur noch befristete Plätze. Das ist für Eltern zu unsicher, sie suchen sich deshalb Alternativen. Die Kita wird so immer kleiner und schleichend verdrängt.
Was ist das Besondere an der Kita?
Es ist eine familiäre Gruppe, die von Eltern geschätzt wird. „Das Team leistet eine hervorragende pädagogische Arbeit, es bereitet prima auf die Schule vor“, sagt Mutter Stefanie Dohse. Vor allem ist es für Eltern eine Erleichterung, wenn bereits Geschwisterkinder an der Schule sind und sie Schulkind und Kita-Kind nur an einen Ort bringen müssen.
Gibt es keine Alternativen für die Kita?
An sich schon, aber Entscheidungen sind offenbar seit Jahren von den Behörden verschleppt worden. Der Hamburger Schulverein, Träger der Kita, hat Pläne für einen Neubau auf dem Schulgelände vorgelegt, bekommt aber keine Zusagen, ob daraus was wird. „Wir müssen jetzt wissen, was wir wo bekommen können“, sagt Ernst Zawadsky, Geschäftsführer des Hamburger Schulvereins.
Was ist die Idee?
Kita und Schule schwebt ein Bildungshaus vor, in dem Kinder von drei bis zehn Jahren betreut werden. „Wir können eine Pädagogik aus einem Guss bieten. Die Kita-Kinder wachsen in die Schule rein, kennen schon die Räumlichkeiten und ihre späteren Lehrer. Für Schüler und das Personal gibt es kurze Wege, eine Abstimmung ist schnell möglich“, so Schulleiter Erik Eiberger.
Wo hakt es?
Im Wirrwarr zwischen den Behörden. Die Schulbehörde hat zugestimmt, einen Teil des Grundstücks für einen Kita-Neubau zu verkaufen. Da reden aber noch die Sozialbehörde und die Finanzbehörde mit. Bisher hat es offenbar noch keine Einigung gegeben, obwohl die Zeit drängt.
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