Langeweile des Lebens

Schaut man sich einfach mal ein normales Leben an: Du wirst geboren, gehst zur Schule (oder auch nicht), wirst in der Arbeitswelt versuchen deinen Platz zu finden, gründest eine Familie, versuchst Lücken in deinem Kalender zu finden um deinen Hobbies nachzugehen und irgendwann wirst du im Altersheim rumnörgeln, weil du vieles in deinem Leben bereust oder bereust nicht getan zu haben, bis du dann ins Gras beißt. Mir ist bewusst, dass das kein 08/15 Leben ist, aber im Großen und Ganzen stimmt die Skizzierung mit vielen Menschen im westlichen Europa überein.

Es gibt nicht wenige Kinder und sogar erwachsene die sich MEHR vom Leben erhoffen oder gewünscht haben, aber der Alltag fängt dich schneller ein als du denkst und „sobald du mit dem Studium angefangen hast, bist du im Handumdrehen 50“, so mein HAusarzt, als er sich mit mir über das Leben unterhalten hatte. Wie viele Lieder handeln von der Sehnsucht, von Kinderträumen oder einfach dem Wunsch raus in die Welt zu ziehen um „etwas zu erleben“, wobei das etwas nicht wirklich definiert sein muss. Warum so wenige nicht einfach alles hinschmeißen und ihrer Sehnsucht folgen? Das ist nicht so leicht zu beantworten. Einige haben nicht das Geld dazu, andere den Mut, und wiederum anderen reicht es aus, in Tagträumen dieser Realität zu entfliehen. Und für diese gibt es v.a. in der letzten Zeit eine Menge Möglichkeiten:

Im Kino, im Theater, im Fernsehen oder in Büchern gibt es immer mehr Fantasiegeschichten, die es zu verfolgen lohnt. Einige Beispiele sind Harry Potter, der Herr der Ringe, Bibi Blocksberg, Charmed-Zauberhafte Hexen usw. Ein bisschen Magie, ein bisschen Märchen und natürlich eine Menge vorgeflunkerte Liebe und Romantik. Obwohl wir mit unserem normalen Menschenverstand wissen, dass so etwas nicht existiert, lieben wir diese Geschichten und verbringen eine Unmenge unserer goldenen Lebenszeit ihnen nachzuhängen und uns darüber zu unterhalten.
Andererseits könnte es auch den Wunsch in uns Menschen wieder wachrütteln, dass es evtl. doch etwas zwischen Himmel und Erde gibt, was wir mit unseren wissenschaftlichen Methoden einfach (noch) nicht erfassen können? Der Wunsch, dass viel mehr hinter dem Offensichtlichen liegt, als wir mitunter annehmen? Mehr Sinn, mehr Zauber und mehr ungelebte Träume?

Es wurde einmal festgestellt, dass viele Menschen auf alle möglichen Katastrophen vorbereitet wären oder ziemlich genau wissen, was sie tun würden, wenn sie einmal den Jackpot in der Lotterie gewinnen würden. Die Alltagssorgen jedoch sind die Probleme, über die wir uns den Kopf zerbrechen. Auch ich weiß genau, was ich aus meinem Zimmer mitnehmen würde, falls einmal ein Feuer ausbricht: Meine Fotoalben, meinen Glcksbringer „Rosie“ und meine Tagebücher. Nicht umsonst passieren im Fernsehen und in Büchern die unglaublichsten Dinge statt. Wir wollen diese Unmöglichkeiten anschauen und lesen, weil unser Innerstes es sich wünscht…

In vielen Büchern oder Gedanken älterer Menschen ist diese Melancholie zu finden, wenn auf das Leben zurückgeschaut wird.

So viele wünschten sich, mehr Risiken im Leben eingegangen zu sein, mehr richtige Probleme gehabt z

u haben, und mehr mit Familie und Freunden unternommen zu haben. Nur wenige brechen in mitten dem alten Leben auf und setzen dies auch um. Nun sind wir Menschen Gewohnheitstiere und wer will schon übermäßig Energie darauf verschwenden aus seinem gemütlichen Leben herauszutreten und aktiv versuchen seine Träume und Wünsche zu verwirklichen? Leider nur die wenigsten. Viel zu schnell fallen wir in unsere alten Gewohnheiten und Verhaltensmuster zurück. Oft bemerken wir dabei erst viel zu spät, dass jeder Tag von neu gestaltet werden kann und dass viele unserer Hemmungen und Sorgen nur auf unsere eigenen Ängste zurückzuführen sind.

Also, bevor es zu spät ist und wir merken, dass wir eher das Leben der anderen gelebt haben und nicht unser eigentliches Potenzial entfalten konnten: Glaubt an euch und gestaltet aktiv eure eigene, unvergleichliche und wundervolle Lebensgeschichte!!! :)
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Karsten Strasser aus Altona | 05.02.2013 | 11:43  
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