Kompakter Begleiter

Eimsbüttelbuch: Interessante Hintergründe zu den Stadtteilen

Carsten Vitt, Eidelstedt - Ein zwielichtiger Pastor eröffnete 1754 ein Ausflugslokal im heutigen Sola-Bona-Park. Doch er geriet bald in den Verdacht, dass er dort ein Bordell betrieb – und musste das Lokal schließen. Nicht gewusst? In einem neuen Stadtteilführer sind diese und andere Hintergründe zusammengefasst. Autorin Karin Kuppig hat mit dem „Eimsbüttelbuch“ einen vielfältigen Überblick über interessante Ecken in den Stadtteilen verfasst.
Für Eidelstedt geht der Rundgang beim Poseidon-Schwimmbad los. Zur Geschichte des Sola-Bona-Areals findet sich ein längerer Abschnitt. Knapp wird die Eisenbahnersiedlung abgehandelt, zur Lohkampsiedlung gibt es etwas ausführlichere Anmerkungen. Vier Stationen in Eidelstedt – das war’s. Da hätte durchaus mehr erzählt werden können.
Stärken des Bändleins sind das kompakte Format (etwa Taschenbuchgröße) und detailreiche baugeschichtliche Hintergründe. Schwächen sind die teilweise umständliche Sprache und Architekturfachbegriffe, die plastischer hätten erklärt werden müssen. Schade auch, dass die vielen großartigen historischen Bilder wegen des Kleinformats nicht so stark zur Geltung kommen.
Fazit: Alles in allem dennoch ein lohnenswertes Buch für einen Blick über den Tellerrand.

Das Buch
Karin Kuppig
Eimsbüttelbuch
Junius Verlag
ISBN: 9 783 885 064 961
Preis: 16,80 Euro
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