Kita statt Kirche

Die Kinder der Kita Marienkapelle sangen beim Richtfest gemeinsam mit Kita-Leiterin Edelgard Marschmann (2. Reihe, 2. v. r.) und Pastor Christian Affeld (l.). Foto: al
Hamburg: Kita Marienkapelle |

Richtfest für Neubau der Kita Marienkapelle, die künftig 104 Kinder betreut

Anja Leue, Eidelstedt
Fröhlich singen die Kinder der Kita Marienkapelle „Wer will fleißige Handwerker sehen?“ und heften anschließend ihre Wünsche für ihr neues „Zuhause“ an einen großen Kranz. Der Grund: Rund 60 Besucher feierten mit Kindern und Erzieherinnen das Richtfest für die Kita Marienkapelle. Wo vor einigen Monaten am Redingskamp/Ecke Mählstraße noch die Marienkapelle stand, wird ein neues großes Kita-Gebäude für 104 Kinder gebaut. Die Kos-ten für das Grundstück und den Neubau betragen 2,4 Millionen Euro. Betreiber der Kindertagesstätte ist der Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein.
Propst Dr. Karl-Heinrich Melzer bedauert, dass die Marienkapelle nicht erhalten werden konnte: „Das war eine bittere Entscheidung, aber wir haben hier bald eine tolle neue Nutzung für die Kinder dieses Stadtteils.“
Die Kita soll bis Sommer des nächsten Jahres errichtet werden: ein zweigeschossiges Passivhaus mit Solarstromanlage auf dem Dach und roter Holzfassade. Vom Balkon können die Kinder über eine Rutsche in den Außenspielbereich hinabgleiten. Auch die zwei Glocken der Kapelle werden dort wieder aufgestellt.
Das Gebäude umfasst insgesamt 1.012 Quadratmeter: Bald werden darin zwei Krippengruppen für unter Dreijährige und vier Elementargruppen für Vier- bis Sechsjährige betreut.
„Wir werden ein offenes Konzept umsetzen und freuen uns über die vielen Räume wie die Kinderküche, die Bibliothek, den Bewegungsraum oder das Atelier“, so Ruben Schwarber. Er wird gemeinsam mit Kita-Leiterin Edelgard Marschmann den erweiterten Kita-Betrieb aufbauen und leiten. Derzeit besteht die Kita aus einer Gruppe von 20 Kindern, die in einem provisorischen Holzhaus untergebracht ist.
Der enge Kontakt zur Kirchengemeinde bleibt bestehen. Montags leitet Pastor Christian Affeld die Kinderkirche: In der Kita wird gesungen, gebetet und eine biblische Geschichte erzählt. „Über die Kita-Arbeit entsteht der Kontakt zu vielen Familien, auch zu den Familien im Stadtteil, die ausländische Wurzeln haben“, so Pastor Affeld.
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