Kinder (ein bisschen) an die Macht

Mit diesem Emblem wirbt der Bauverein für seine Kindergenossenschaft. Grafik: BVE

Bauverein der Elbgemeinden gründet Genossenschaft für Mädchen und Jungen

Von Reinhard Schwarz. Kinder an die Macht“ - mit diesem Slogan wirbt der Bauverein der Elbgemeinden (BVE) für sein Projekt einer Kindergenossenschaft. Der Name steht auch schon fest: „BVE Kids“. Mit der Kindergenossenschaft will der Bauverein die jüngeren Bewohner verstärkt ansprechen und sich an deren Wünschen orientieren.
„Jedes Kind, ob es beim BVE wohnt oder in der Nachbarschaft, darf Mitglied werden“, sagt Vorstandssprecher Michael Wulf. „Wir wollen niemanden ausschließen, alle können mitmachen.“ Der Bauverein hatte sich in den vergangenen Jahren intensiv mit dem Thema „Wohnen im Alter“ auseinandergesetzt, so Wulf. „Jetzt wollen wir den Fokus zusätzlich auf jüngere Menschen richten. Zum Teil hatten wir damit bereits in der vergangenen Zeit etwa mit der HipHop-Academy begonnen und Kurse im Rappen sowie Breakdance angeboten.“
Vorstandskollege Axel Horn ergänzt: „Uns interessiert, wie Kinder ihre Wohnsituation empfinden und was sie sich wünschen - besonders dann, wenn wir Spielplätze gestalten oder eine neue Wohnanlage errichten.“
Für die Mädchen und Jungen gibt es einen Ausweis, eine Urkunde, die
kostenlose Mitgliedschaft in der Bücherhalle, einen Gutschein für das Hamburger Bäderland sowie einen Sportbeutel. „Wir planen darüber hinaus jährlich Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche und erhoffen uns dabei zusätzliche Ideen und Anregungen. So könnte ich mir vorstellen, dass wir die Kinder einladen, etwa eine Baustelle zu besichtigen, oder wir erklären, wie eine Heizung funktioniert.“
Die Kindergenossenschaft soll es nicht nur im Bezirk Altona geben, sondern überall dort, wo der BVE Wohnungen hat wie etwa in Eimsbüttel, Harburg, Norderstedt oder Pinneberg.
Wulf ist sich bewusst, dass die Kindheit mehrere Phasen umfasst, sodass für die unterschiedlichen Altersgruppen auch verschiedene Angebote entwickelt werden müssen, aber ohne Bevormundung. Wulf: „Wir wollen ein Format haben, um Kinder und Jugendliche einzubinden. Wir wollen aber nicht alles fertig vorgeben.“
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