Kein Investor, kein Kunstrasen

Sind verärgert über die weitere Hängepartie am Sportplatz Furtweg: Jürgen Kwidzinski und Martin Hildebrandt vom SV Eidelstedt.

Sportplätze am Furtweg: Fußballer des SV Eidelstedt sind enttäuscht

Frust bei den Fußballern des SV Eidelstedt: „Die Stimmung ist ganz unten“, sagt Jugend-Abteilungsleiter Jürgen Kwidzinski. Es wird so bald nichts mit der lange überfälligen Sanierung der Sportplätze am Furtweg, die Kicker müssen sich weiter mit den abgespielten Grandflächen zufrieden geben.
Seit etwa zwei Jahren hielt sich ein Hoffnungsschimmer: Ein Investor sollte einen Teil der Sportfläche kaufen und mit Wohnhäusern bebauen. Das eingenommene Geld sollte die Stadt in die Erneuerung der Anlage stecken: Schicke neue Kunstrasenflächen statt der buckeligen Grandpisten waren geplant. Es gab Verhandlungen mit dem Bauinvestor Greve, der gerade am Lüttwisch neben dem Sportplatz Wohnhäuser errichtet.
Doch das Immobilienunternehmen ist abgesprungen, will auf dem vorgesehenen Stück des Sportplatzes nicht bauen. Probleme sind aus Sicht von Greve die Lärmschutz-Anforderungen. Auf der einen Seite die AKN, auf der anderen Seite die Sportplätze: Da hätte der Bauherr zu viele Kompromisse bei Ausrichtung und Zuschnitt der Wohnungen eingehen müssen, erläutert Ralph Knist, Leiter der Greve-Vermögensverwaltung.
Nun will der Bezirk eine zweite Bebauungsvariante prüfen: Im nördlichen Bereich des Sportplatz-Areals, hin zum Furtweg, sollen Wohnungen gebaut werden. So soll Geld für die Erneuerung der Plätze in die Kasse kommen. Ob, wann, wie und von wem? Alles unklar.
„Wir sind enttäuscht, wissen nicht weiter und haben langsam Probleme, den Fußballern die Lage zu erklären“, so Martin Hildebrandt, Geschäftsführer des SV Eidelstedt (SVE). Schon seit Jahren sind die Anlagen am Furtweg in einem schlechten Zustand. Ein Platz ist für Punktspiele gesperrt, nur teilweise für den Trainingsbetrieb zugelassen. Es wird eng für die insgesamt 36 Mannschaften des SVE, darunter 28 Kinder- und Jugendteams.
Auch die benachbarte Schule drängt: „Die Lage ist dramatisch, wir haben zu wenig Hallenzeiten. Wir brauchen alle dringend diese Sportfläche“, sagt Ursula Scheller, Leiterin der Schule Furtweg.
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