Jetzt heißt es: Zusammenrücken!

Die neuapostolische Kirche im Sülldorfer Kirchenweg wird ein Jahr lang auch von den Luruper Gläubigen genutzt. Dann soll der Umbau in der Luruper Kirche abgeschlossen sein. Anschließend nutzt die zusammengelegte Gemeinde ausschließlich die Luruper Kirche, die in Iserbrook wird aufgegeben. Foto: pr

Iserbrook: Neuapostolische Kirche wird auch von Lurupern genutzt

Karin Istel. Wer in den Gottesdienst der neuapostolischen Kirche kommt, wundert sich: Die Kirche platzt aus allen Nähten. So lange die neuapostolische Kirche in Lurup renoviert wird, nutzen auch die Luruper Gläubigen das Gotteshaus in der Sülldorfer Landstraße 20.
Mittwochs und sonntags herrscht jetzt reges Leben in der kleinen Kirche. Statt 70 bis 80 Menschen besuchen jetzt fast doppelt so viele die Kirche. „Das wird ein Jahr lang so bleiben“, sagt Rolf Carl, Sprecher der Kirchengemeinde. Denn so lange dauern die Renovierungsarbeiten an der Luruper Kirche.
Die neuapostolischen Gemeinden in Iserbrook und Lurup wurden kürzlich zusammengelegt. Zukünftig wird die Großgemeinde mit 460 Mitgliedern die Kirche in Lurup nutzen. „Die Kirche stammt aus den 60er Jahren. Die energetische Sanierung macht ein neues Dach und neue Fenster notwendig. Die gesamte Fassade muss gedämmt werden“, zählt Carl auf. Das Kirchenschiff soll insgesamt freundlicher und heller werden. Außerdem erhält die Kirche einen Anbau für die vielen Gemeindegruppen. „An der Nordseite der bestehenden Kirche wird es einen Durchbruch zum neuen Anbau geben“, beschreibt Carl die Pläne.
Die Baumaßnahmen werden in den nächsten Tagen starten. Mitte nächsten Jahres soll die Kirche im neuen Glanz erstrahlen. So lange wird das Kircheninventar zum Teil in der Iserbrooker Kirche, zum Teil in anderen Kirchen zwischengelagert.
Wie teuer die Umbaumaßnahmen werden, dazu kann Rolf Carl noch nichts sagen: „Das kann ich erst genau sagen, wenn die Detailplanungen abgeschlossen sind.“ Klar ist: Die Gemeindemitglieder werden alles selbst bezahlen. Von der Stadt Hamburg wird es keine Zuschüsse geben. „Wir sind zwar gemeinnützig, nehmen aber keinerlei Finanzhilfen in Anspruch“, so Carl.
Ist die Kirche in Lurup fertig, wird die Iserbrooker Kirche aufgegeben. „Was genau damit passiert, wissen wir jetzt noch nicht“, so Carl.

Die Neuapostolische Kirche ist in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts aus der Katholisch-Apostolischen Gemeinde hervorgegangen, die ihre Wurzeln in England hatte. Die erste Gemeinde befand sich in Hamburg. Von hier breitete sich die Kirche in alle Teile Deutschlands und der Welt aus.
Die Neuapostolische Kirche in Norddeutschland gliedert sich in die Gebietskirchen Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und teilweise Niedersachsen. Sie ist in jedem Bundesland als Körperschaft des öffentlichen Rechtes eingetragen.
In Hamburg und Schleswig-Holstein gehören derzeit 23.726 Mitglieder in 123 Gemeinden dem neuapostolischen Glauben an.
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