Hickhack um parkende Autos

Parkende Autos in der Lohkampstraße: Pkw kommen noch gerade so aneinander vorbei, bei Bussen wirds schon schwieriger. Die SPD sieht darin ein Problem, die Polizei hingegen nicht. (Foto: cvs)

Schule Lohkampstraße: Bezirkspolitik fordert ein Halteverbot, Polizei hält das nicht für nötig

- von Christopher v. Savigny, Eidelstedt - Kein Durchkommen vor der Stadtteilschule Eidelstedt in der Lohkampstraße: Auf einer Länge von 100 Metern stehen geparkte Autos dicht an dicht. „Die Fahrbahn ist hier insgesamt so schmal, dass ein Begegnungsverkehr, auch zwischen Pkw, nicht mehr möglich ist. Insbesondere die Buslinie 281, die stadteinwärts wartepflichtig ist, verliert Zeit“, sagen die beiden SPD-Bezirksabgeordneten Peter Schreiber und Wolfgang Düvel. „Viele der so geparkten Fahrzeuge stehen nicht nur kurzfristig, sondern es sind für die Dauer der Schulzeit geparkte Pkw, die offensichtlich von Schülern oder Lehrern stammen.“
Das Problem: Vor der Schule besteht kein Park- oder Halteverbot, die Halter stellen ihr Fahrzeug halb auf dem Radweg ab. Darüber ärgert sich auch die Polizei. „Es besteht die Gefahr, dass Radfahrer mit Autotüren kollidieren“, sagt Wilfried Wulff, Leiter der Revierwache Koppelstraße. Ansonsten sieht er die Lage aber weit weniger dramatisch, als es die SPD formuliert – eher im Gegenteil: „Die parkenden Autos sorgen dafür, dass vor der Schule, wo Tempo 30 vorgeschrieben ist, langsam gefahren wird“, erklärt Wulff. Sein Fazit: „Ich tue mich deshalb schwer damit, ein Halteverbot auszusprechen.“
Auf ihrer täglichen Route durchquert die Buslinie 281 die Stadtteile Eidelstedt, Lokstedt und Winterhude und endet schließlich nach rund 37 Minuten Fahrt an der U-Bahn-Haltestelle Lattenkamp. „Der 281er ist generell verspätungsanfällig“, sagt Kay Goetze, Sprecher der zuständigen Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH). Die Verspätungen entstünden allerdings nicht in der Lohkampstraße. „Der Abschnitt vor der Schule stellt kein nennenswertes Problem dar“, so Goetze. In wirklich ernsten Fällen wende sich der Busbetreiber immer an die Behörden oder an die Polizei – in diesem Fall sei es nicht nötig gewesen.
Die SPD hält dennoch an einem Halteverbot fest: Ein entsprechender Antrag wurde von der Bezirksversammlung beschlossen. Die Leitung der Stadtteilschule Eidelstedt wollte sich zum „Parkproblem“ nicht äußern.
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