Halstenbeker Weg: Kein Stopp für den Durchgangsverkehr

Der Straßenzug Halstenbeker Weg/Zweigweg liegt zwischen der Pinneberger Chaussee und der Lohkampstraße – und wird immer wieder als Abkürzung für Schleichwege genutzt.
Hamburg: Eidelstedt | Abgelehnt: Das Bezirksamt Eimsbüttel und das Polizeikommissariat an der Koppelstraße (PK 27) wollen den Hals- tenbeker Weg/Zweigweg nicht für den Durchgangsverkehr sperren. Zuvor hatten sich mehr als 100 Anwohner in einer Petition für die Sperrung ausgesprochen. Doch hierzu sieht das Bezirksamt, das sich auf eine Analyse der Polizei beruft, „derzeit keine Veranlassung“.
„Die Antwort ist unbefriedigen“, kritisiert Jürgen Axt, Sprecher der Anwohnerinitiative. „Es ist notwendig, den Wunsch von mehr als 100 Anwohnern nach Verbesserung der Lebensqualität ernst zu nehmen.“ Ihn überzeugen die Messungen in der Tempo 30-Wohnstraße nicht. Das Bezirksamt jedoch verweist auf Messwerte von Anfang 2009, wonach „zu Verkehrsspitzenzeiten maximal 220 Kraffahrzeuge pro Stunde je Richtung“ gefahren seien, so das Antwortschreiben. Und: Schwerlastverkehr und Geschwindigkeiten über 50 Stundenkilometer hätten unter einem Prozent gelegen. Anfang November 2010 seien die Zahlen noch niedriger gewesen. „Die Messungen sind nicht repräsentativ – hier wird auch gerast“, entgegnet Ini-Sprecher Jürgen Axt.
Anfang des Jahres wurde erneut die Geschwindigkeit gemessen. Wilfried Wulff, Leiter der Straßenverkehrsbehörde am Polizeikommissariat (PK) 27, sagt zum Ergebnis: „Es gab keine erheblichen Geschwindigkeitsverstöße.“ Allerdings geht es Rasern jetzt manchmal an das Portemonnaie: die Polizei „blitzt“ zeitweise mit einer Laserpistole.
Mit mit Blick auf Schleichverkehr sagt Polizeihauptkommissar Wilfried Wulff: „Wir müssen nicht nur auf die Belange einer Straße, sondern auf das Gesamtinteresse blicken.“ Bei einer Sperrung werde der Verkehr in andere Straßen verlagert. Sein Fazit: „Es gibt keinen Handlungsbedarf für bauliche Veränderungen.“ Allerdings betont der Ordnungshüter: „Ich stehe Herrn Axt und weiteren Anwohnern gerne für ein Gespräch zur Verfügung.“
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