Glaubenskrieg um Ampeln und Abbiegespuren

Vor einigen Jahren wurde hier am Busbahnhof Eidelstedter Platz die Fußgängerampel demontiert, die Passanten müssen nach rechts schauen, um auf einfahrende Busse zu achten. Doch viele gehen sorglos über die Straße, während sich von rechts ein Bus nähert. Jetzt soll der Überweg zumindest rot markiert werden. (Foto: rs)

CDU gegen Busbeschleunigungsprogramm – Rot-Grün verteidigt Umbau am Eidelstedter Platz

- Reinhard Schwarz, Eidelstedt - Kampf um Ampeln, Fußgängerüberwege und Abbiegespuren: In der Lokalpolitik gehen die Meinungen über die geplanten Umbauten am Eidelstedter Platz (Busbeschleunigungsprogramm) weiter auseinander. Anlass: Änderungen der Planungsbehörde. Darin räumte der Landesbetrieb Straßenbau zwei wichtige Positionen: Erstens bleibt die Ampel über die Eidelstedter Dorfstraße in der Einmündung zum Eidelstedter Platz/Kieler Straße erhalten. Zweitens können auch zukünftig Autofahrer, die aus Richtung Schnelsen über die Holsteiner Chaussee kommen, in die Eidelstedter Dorfstraße links einbiegen.
Roman Lau und Hans-Hinrich Brunckhorst (beide CDU) attackierten weiterhin die wesentlichen Punkte des Programms: die Abschaffung der Fußgängerampel über die Kieler Straße in Höhe Eidelstedt Center und das Linksabbiegeverbot für Autofahrer, die von der Eidelstedter Dorfstraße in die Kieler Straße stadteinwärts einmünden wollen. Diese Änderungen seien „gerade für ältere Verkehrsteilnehmer unzumutbar und bringen eine erhöhte Unfallgefahr mit sich“, heißt es bei der CDU. Begründung: Passanten müss-ten verstärkt den ampellosen Fußgängerüberweg zwischen Busbahnhof und Buchhandlung Heymann nutzen. Und gerade hier münden die schweren Busse des HVV ein, die aus Richtung Innenstadt kommen.
Peter Schreiber (SPD) verdeutlichte hingegen, dass diese Fußgängerüberquerung nun mit roter Farbe markiert werden soll. Der Verzicht auf die von der CDU kritisierten Maßnahmen würde „den Todesstoß für das Busbeschleunigungsprogramm am Eidelstedter Platz bedeuten“.
Fabian Klabunde (Grüne) erklärte, die Behörden hätten signalisiert, dass „es immer noch möglich wäre, an dieser Stelle auch eine Ampel einzurichten“. In der Vergangenheit hatte es hier auch eine Ampel gegeben, sie wurde aber vor einigen Jahren demontiert. Klabunde kritisierte, die CDU habe „nur das Interesse der Auto fahrenden Anwohner der Eidelstedter Dorfstraße im Blick, aber nicht das der Bus fahrenden Bürger“.
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