Geparkt wird, wo Platz ist

Das kostet: Bei einer zweiten Kontrollfahrt von Polizei und Feuerwehr innerhalb von sechs Wochen in Osdorf und am Osdorfer Born gab es insgesamt 37 Mal Verwarngelder für Falschparker. Mit dieser Aktion wollte die Polizei testen, ob Anwohner so parken, dass die Rettungsfahrzeuge problemlos zum Einsatzort kommt. Foto: rs

Kontrollfahrt: Wieder kein Durchkommen für die Feuerwehr

Von Reinhard Schwarz. Die Straßen sind eng, Parkplätze rar, Autofahrer müssen sich schon etwas einfallen lassen, um ihr Gefährt in Wohnortnähe abzustellen. Zur Not wird auch in Osdorf und am Osdorfer Born dort geparkt, wo es nicht erlaubt ist: im Halteverbot, in der Kehre, in Spielstraßen, auf dem Gehweg, vor Feuerwehrzufahrten.
Kürzlich starteten Polizei und Feuerwehr Osdorf zu einer
erneuten Kontrollfahrt, um herauszufinden, ob die schweren Einsatzfahrzeuge wieder von zahlreichen Falschparkern behindert werden. Das Ergebnis: niederschmetternd. Wie schon Ende Januar waren auch diesmal Kehren zugeparkt, wurde das eigene Auto vor Feuerwehrzufahrten geparkt, wurde in Kurven
abgestellt – im Notfall hätten
Rettungsfahrzeuge wertvolle Minuten verloren.
„Eine Besserung im Vergleich zum Januar ist leider nicht eingetreten“, kommentiert Hajo Heidenreich, Bürgernaher Beamter vom Polizeikommissariat (PK) 26 in Osdorf, die zahlreichen Falschparker. „Ich hatte mir
eigentlich mehr von unserer erneuten Kontrollfahrt versprochen“, zeigt er sich enttäuscht.
So gab es insgesamt 37 Verwarnungen für Parken im Halteverbot (15 Euro), Parken auf Sperrflächen (25 Euro), vor herabgesetztem Bordstein (10 Euro), verbotenes Parken in Spielstraßen (10 Euro) sowie zwei Fälle von verbotenes Parken vor Feuerwehrzufahrten. Neun Mal
rückten Abschleppfahrzeuge an. Fünf Autos wurden lediglich ein Stück weiter umgesetzt (200 Euro), drei Mal wurde der Abschleppvorgang unterbrochen, weil die Fahrer noch rechtzeitig erschienen (140 Euro), ein Fahrzeug kam in den „Autoknast“ nach Rothenburgsort (260 Euro plus Tagespauschale).
Generell zeigten die ertappten Parksünder Einsicht. Für Empörung sorgte ein mitfahrendes Fernsehteam. Bürger beschwerten sich darüber, dass sie ungefragt vom Kameramann ins Visier genommen wurden.
Lob fand Hajo Heidenreich für die Bewohner von Grönenweg und Lübbersmeyerweg: „Hier gab es keinen einzigen Parkverstoß.“ Er versprach: „Wir werden diese Kontrollfahrten in unregelmäßigen Zeitabständen wiederholen.“
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