Gefährliches Hindernis - Absicht oder Schildbürgerstreich?

Wer geschickt den Schlagbaum umfährt, muss aufpassen, dass er nicht mit dem Laternenmast dahinter kollidiert.

Am Böverstland erregt ein Schlagbaum die Gemüter

Reinhard Schwarz, Lurup
Ein Schlagbaum erregt die Gemüter. Nein, er steht an keiner Grenze, auch nicht an der nahen Landesgrenze. Vielmehr soll er wohl verhindern, dass Unbefugte von der Kehre Höhe Böverstland 38, nahe dem Stadtteilhaus Lurup, den dahinter beginnenden Fußweg befahren. Umgekehrt dient der Schlagbaum auch dazu, überschnelle Radler abzubremsen, damit diese nicht in die Kehre rasen und dort womöglich mit einem Auto kollidieren. Anwohner Detlef Z., der anonym bleiben will, hält den Schlagbaum hingegen für eine Fehlkonstruktion. Er spricht von „Irrsinn“ und „Steuergeldverschwendung“.
Denn Fußgänger, Radfahrer, Eltern mit Kinderwagen oder Menschen mit Gehhilfen können nur über ein kleines Stück Schotterpiste den geschlossenen Schlagbaum umgehen. Detlef Z.: „Alle müssen den Schlagbaum umgehen und auf das Stück neben dem eigentlichen Weg ausweichen. Wenn es regnet, verwandelt dieser sich in ein Matschloch.“ Auch sei diese Stelle nicht ganz ungefährlich, denn Radler, die mit Tempo den Schlagbaum umfahren, könnten leicht mit einem direkt dahinter stehenden Laternenmast kollidieren. Tatsächlich kann ein zügig herannahender Radfahrer nur mit Mühe dem Laternenmast ausweichen.
Richtig skurril wird es, wenn Anwohner Z. die wechselhafte Geschichte des Schlagbaums erzählt. „Vor ein paar Wochen war die Querstange nur zwei Drittel so lang wie jetzt. Man konnte noch problemlos durchgehen.“ Doch dann stellte man offenbar fest, dass der geöffnete Schlagbaum direkt vor einer Sitzbank steht. Wer dort sitzen wollte, hätte also immer die Eisenstange vor der Nase gehabt. Es folgte eine Verschlimmbesserung.
Die aber vermutlich nicht die erste war. „Davor war an derselben Stelle lediglich ein Klapppfosten, der durch ein Schloss gesichert war.“ Und davor befand sich am gleichen Ort ein Standpfosten, der mittels eines Vierkantschlüssels umgelegt werden konnte. „Hier wurde offenbar nicht nachgedacht und sinnlos Geld verschwendet“, kommentiert der Luruper.
Dabei könne es so einfach sein, sagt er, und verweist auf die Sicherung auf der anderen Seite des Parks Böverstland. Hier, kurz vorm Stückweg, sichern zwei hintereinander, links-rechts versetzte Tore den Zugang zur Grünanlage. So werde mit einfachen Mitteln verhindert, so Detlef Z., dass Radler oder Skater auf die Straße geraten.
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Benjamin Harders aus Blankenese | 29.04.2015 | 14:41  
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