Für Hobbys keine Zeit mehr

Stephan Roock ist neuer Ortsbeauftragter des Technischen Hilfswerks Altona. (Foto: ch)

Stephan Roock ist neuer Chef des Technischen Hilfswerks Altona

- Christiane Handke, Lurup - Seit sechs Wochen ist Stephan Roock der neue Chef des Technischen Hilfswerks Altona mit Sitz in der Fangdieckstraße. Und genau seit diesen sechs Wochen ist er auch Mitglied des THW.
Superschnelle Karriere? Nein. Sondern ein Glücksfall für das THW. Denn mit
Katastrophenschutz kennt Roock sich bestens aus. Er ist Berufssoldat; Katastrophenschutz war viele Jahre lang sein Spezialgebiet. Als er jetzt an die Unteroffiziersschule nach Appen versetzt wurde, überlegte er sich, wie er trotzdem weiter auf seinem Fachgebiet praktisch tätig sein könnte. „Das wollte ich unbedingt“, erzählt er.
Also schrieb er an das THW, ob er dort Weiterbildungen machen dürfe. „Und dann wurde ich gefragt, ob ich die Leitung übernehmen möchte. Das hat mich sehr geehrt!“
Die Mitglieder des Technischen Hilfswerks springen dort ein, wo technische Hilfe gefragt ist, Menschen beispielsweise nach Überflutungen oder Erdbeben versorgt werden,
Brücken gebaut werden müssen, Infrastruktur hergestellt werden muss. Die THWler müssen auf diesen Einsätzen, wie Roock sagt, „auf Knopfdruck“ ihr Wissen und praktisches Können abrufen können. Das verlangt natürlich jede Menge Lernen und Übung.
Roock will sich als neuer Ortsbeauftragter des THW
Altona in Zukunft verstärkt seinem „Lieblingskind“ beim THW zuwenden: der Jugend. Vier Jugendliche sind derzeit dabei. Roock: „In Zusammenarbeit mit Schulen will ich die Zahl auf 30 bringen.“
Schon Zehnjährige können Junghelfer werden. Die THW Jugend ist eine eigenständige Organisation, in der das Helfen spielerisch gelernt wird – von Ester Hilfe über Gerüstbau, Knotentechniken und technischer Hilfe. Dazu erwarten die Jugendlichen beim THW Reisen und Jugendlager, um Gemeinschaft zu bilden. „Mein Motto: Das THW holt die Kinder von der Straße. Und für eine spätere Bewerbung für eine Ausbildung oder den Beruf ist es nie schlecht, wenn es heißt: Ich bin seit sechs Jahren beim THW“, sagt Roock. „Ich will Menschen fürs Ehrenamt begeistern, keiner kann das
finanzieren, was Ehrenamt-
liche leisten.“
Seine Lebensgefährtin braucht er nicht mehr zu überzeugen: „Sie ist Beauftragte für Katastrophenschutz am Bezirksamt. So habe ich sie auch kennengelernt – bei einer länderübergreifenden Katastrophenübung der Innenbehörde. Die hat Verständnis für meine zeitaufwendiges Amt“ sagt er.
Hobbys sind allerdings nicht mehr drin: „Was neben Beruf und THW an Zeit übrig bleibt – das gehört meiner besseren Hälfte.“
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