Flüchtlingsunterkünfte: Leerstand und Kloppereien

In Lurup stehen Container für 900 Flüchtlinge leer – in überfüllten Unterkünften gibt es Schlägereien

Flüchtlinge müssen weiter in Zelten schlafen. An der Luruper Hauptstraße steht seit Wochen ein Containerdorf leer. In überfüllten Unterkünften kommt es immer wieder zu Schlägereien. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Was ist in Lurup los?
Auf dem Parkplatz Grün an der Luruper Hauptstraße stehen seit Wochen 456 Wohncontainer mit Platz für etwa 900 Flüchtlinge. Doch sie können noch nicht bezogen werden. „Bei Lieferung der Container wurde festgestellt, dass der Brandschutz nicht ausreichend nachgewiesen ist“, sagt Christiane Kuhrt, Sprecherin des Hamburger Flüchtlingskoordinators. Nun wird geprüft, wie die Auflagen erfüllt werden können. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder die Container werden mit weniger Menschen bezogen als geplant, oder sie müssen nachgerüstet werden.

Wie lange dauert das noch?

Wahrscheinlich einige Wochen. Laut Kuhrt sollen die Arbeiten am Containerdorf „frühestens ab Februar“ abgeschlossen sein.

Welche Probleme gibt es in anderen Unterkünften?
Erstaufnahmen – zum Beispiel in ehemaligen Gewerbegebäuden – sind meist sehr beengt. Im Ex-Max-Bahr-Markt am Rugenbarg in Osdorf sind mittlerweile 1.300 Menschen untergebracht. Zuletzt gab es immer wieder Schlägereien und Polizeieinsätze. Mehrere Hundert Bewohner gingen aufeinander los.

Was wird dagegen unternommen?
Kuhrt: „Miteinander zu reden bleibt die wichtigste Lösung. Sollte es dennoch zu weiteren Auseinandersetzungen kommen, hat der Betreiber klare Regeln aufgestellt, die auch an die Flüchtlinge immer wieder kommuniziert werden.“ Zum Beispiel könnten zeitlich begrenzte Platzverweise oder Hausverbote erteilt werden. Rund um die Uhr ist ein Sicherheitsdienst vor Ort. Bringe das alles nichts, könnten Flüchtlinge in andere Unterkünfte umverteilt werden, so Kuhrt.
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