Farbige Bilder für graue Kästen

Mit Sprühfarben und viel Fantasie hat der Grafikdesign-Student Vincent Schulze einen weiteren Elektroschrank an der Wochenmarktfläche gestaltet. Foto: rs
Hamburg: Eidelstedt |

Privatinitiative sponsert Graffiti-Aktion für ein attraktiveres Eidelstedter Zentrum

von Reinhard Schwarz
Mit Autolack und viel Fantasie gegen die Tristesse: Der Künstler Vincent Schulze verschönerte am Sonnabend wieder einen Elektrokasten. Es dauerte nicht lange – und schon war der graue Kasten auf der Eidelstedter Marktfläche bunt, verziert mit Hafenkränen. „Kunst schafft coole Kästen“ lautet das Motto dieser Initiative, für die das Eidelstedter Bürgerhaus die Idee hatte: Acht dieser Elektroschänke hat der Grafikdesign-Student bereits bemalt, mit offizieller Genehmigung des Bezirksamts und der Telekom, der die Kästen gehören.
Das Bemalen der Schränke ist nicht ganz billig, 375 Euro nimmt der 27-Jährige pro „Standard“-Bemalung. Eidelstedter Firmen und Einzelpersonen machten es möglich. Im Falle des Kastens mit den Hafenkränen zahlte das Eidelstedt Center. Künstler Schulze bekommt viele positive Rück-meldungen, wenn er mit der Sprühdose an den Schränken hantiert: „Die Leute sagen schon mal: ‚Hoffentlich wird das nicht wieder übergeschmiert’ oder: ‚Das sieht aber schön aus’.“ Das sieht es übrigens auch aus, denn Schulze trägt mitunter ganze Landschaften auf die graue Oberfläche auf.
Damit verändert der Eimsbütteler auch nach und nach das Erscheinungsbild Eidelstedts, erklärte Quartiersmanager Dirk Zieciak: „Für mich bedeutet die Aktion ‚Kunst schafft coole
Kästen’ einen weiteren Baustein, um den Eidelstedter Platz attraktiver zu gestalten.“ Ein anderer Baustein sei die Aktion „Gegen öde Beete“, bei der Firmen und Privatleute öffentliche Grünflächen mit Neuanpflanzungen verschönern.
Auch Quartiersmanager Zieciak erhält zahlreiche Rückmeldungen von Bürgern, die sagen: „Macht doch auch dort mal was.“ Oder: „Da muss was geschehen!“ Mit „da“ und „dort“ meinen viele den Busbahnhof Eidelstedter Platz, der vor allem durch Taubenkot verschandelt wird – ein Vorhaben, an dem sich in der Vergangenheit schon viele versucht haben und gescheitert sind. Dirk Zieciak gibt sich dennoch optimistisch: „Da passiert demnächst auch was.“
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