Endlich gibt es Einzelzimmer!

Containerunterkunft (Symbolfoto): In der Luruper Hauptstraße gibt es voraussichtlich Verbesserungen für die Bewohner. Foto: EW

Lurup: Bürgerinitiative handelt Verbesserungen für Flüchtlinge aus

Carsten Vitt, Lurup
In der Containerunterkunft Luruper Hauptstraße hat die Bürgerinitiative Lurup, Osdorf, Bahrenfeld (LOB) Verbesserungen für die Bewohner durchgesetzt. Demnach sollen etwa 300 der 456 Flüchtlinge ein Einzelzimmer bekommen, wie es Bürgerinitiativen und Bezirkspolitiker seit Monaten fordern.
Bisher teilen sich je zwei Bewohner einen 10,6 Quadratmeter großen Container. Es ist sehr eng, es fehlt Privatsphäre, Raum zum Ausruhen und Lernen. Verbesserungen der Wohnsituation lehnte die Stadt stets ab, obwohl viele Container leerstehen. Die Unterkunft ist – gemäß dem im Sommer 2016 mit LOB geschlossenen Bürgervertrag – im Juli auf 456 Plätze verkleinert worden. Bis zu 912 Menschen könnten dort unterkommen.
Schon seit Monaten fordern LOB, die Initiative „Willkommen in Lurup“ und Bezirkspolitiker, jedem Bewohner ein Zimmer zur Verfügung zu stellen. Der zentrale Koordinierungsstab Flüchtlinge (ZKF) plante aber, leerstehende Container für 156 Studenten herzurichten. Dies scheiterte offenbar zum einen daran, dass die Wohnschachteln selbst als Studentenbude nichts taugen. Zum anderen half der beharrliche Widerstand der Luruper Initiativen und Politiker, die vom Bezirksamt Altona und politischen Gremien unterstützt wurden.
Mit der Grünen-Fraktionsspitze in der Bürgerschaft wurde folgende Lösung ausgehandelt:
- Es werden keine Container für Studenten hergerichtet.
- 108 Zimmer (je 10,6 Quadratmeter) werden mit Familien belegt, insgesamt maximal 160 Menschen.
- Etwa 300 Bewohner werden in Einzelzimmern untergebracht.
- Im Gegenzug wird die Unterkunft im Juli 2018 nicht – wie im Bürgervertrag vereinbart – auf 300 Plätze verkleinert, sondern auf 378 Plätze.
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