Elbgaustraße: Ärger über Parkgebühren

Hier gehts nur mit Ticket rein: Autofahrer müssen seit 1. April im Parkhaus Elbgaustraße bezahlen. (Foto: rs)
Hamburg: S Elbgaustraße |

Am S-Bahnhof Elbgaustraße kostet das Parken ab 1. April Geld

Bezahlen für einen Parkplatz? Nicht mit uns! Das sagen sich so manche Autofahrer – Beispiele aus der Elbgaustraße.

288 Stellplätze gibt es in dem Parkhaus am S-Bahnhof. Seit 1. April kostet es Geld, seinen Wagen abzustellen. „Wir regen uns sehr auf über die Gebühr und überlegen sogar, unsere HVV-Abos zu kündigen“, schreibt Wochenblatt-Leserin Beate Kühlcke. „Auf jeden Fall werden wir die Parkhäuser boykottieren“, so ihr Fazit.
Ein anderer Leser berichtet von schlechten Erfahrungen, wenn man einen Stellplatz mehrere Tage am Stück nutzen will, um zum Beispiel über ein verlängertes Wochenende mit der Bahn wegzufahren. „Leider war schon das Ziehen des Tickets schwierig. Der Automat nimmt nur Kleingeld, und ein Ticket für mehrere Tage kostet nicht zwei, sondern vier Euro pro Tag. Dies steht leider nirgendwo, nur direkt auf dem Kassenautomaten. Also mussten wir für unseren Kurzurlaub stolze 20 Euro an Parkgebühren zahlen“, schildert der Autofahrer. Sein Fazit: „Keine so gute Lösung zur Entlastung der Innenstadt. Wir fahren wieder häufiger mit dem Auto in die Stadt.“

Wie sieht der Betreiber diese Kritik? Ist weniger los?
„Die durchschnittliche Auslastung im Parkhaus Elbgaustraße betrug in den letzten Jahren rund 90 Prozent“, so Klaus Uphoff von der P+R-Betriebsgesellschaft. Wegen der recht kurzen Zeit seit Einführung der Parkgebühren gebe es noch keine belastbaren Zahlen.
Mehr-Tages-Tickets seien teurer, um das Dauerparken in der Anlage zu verhindern. An sich solle jeder Nutzer – auch Inhaber von Monats- oder Jahreskarten – am gleichen Tag sein Auto wieder wegfahren. Tut er es nicht, kostet es halt mehr.

Werden Autofahrer durch die Kosten absichtlich
verprellt?

Zum Teil. Zum einen sollen die Autofahrer für Betrieb und Unterhalt der Anlagen mitbezahlen. „Die Höhe des Entgelts wird dabei deutlich unter den Kosten für bewirtschaftete Stellplätze in der inneren Stadt liegen“, so Uphoff. Zum anderen sollen die Gebühren diejenigen verprellen, die das Parkhaus nutzen, aber gar nicht auf Bahn oder Busse umsteigen. Und auch Autofahrer, die bisher nur „aus Bequemlichkeit“ kurze Strecken zum Parkhaus fuhren, sollen motiviert werden, auf Bus oder Fahrrad umzusteigen oder zu Fuß zu gehen.

Kosten
Ein Tagesticket kostet zwei Euro, ein Monatsticket 20 Euro, eine Jahreskarte 200 Euro. Pendler, die ihr Auto mehrere Tage am Stück stehen lassen, müssen mit vier Euro pro Tag rechnen.
Tages-, Mehr-Tages- und Monatskarten kann man an einem Automaten am Parkhaus ziehen, Jahreskarten gibt es nur in den HVV-Servicestellen.


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