„Eine frische Architekturansage“

Der Siegerentwurf: So könne das Bürgerhaus nach dem Um- und Erweiterungsbau im kommenden Jahr von außen aussehen. Grafik: acollage

Hamburger Architekten von „acollage. architektur
urbanistik“ gewinnen Wettbewerb zum Bürgerhausumbau

Gaby Pöpleu, Eidelstedt
Der Sieger steht fest: Das Hamburger Architekturbüro mit dem etwas sperrigen Namen „acollage. architektur urbanistik“ gewann den Wettbewerb zum mit 3,5 Millionen Euro veranschlagten Umbau des Eidelstedter Bürgerhauses (das Elbe Wochenblatt berichtete). Sein Entwurf soll ab Sommer kommenden Jahres umgesetzt werden.
Gute Wegeführung im Haus und „architektonische Präsenz“ draußen – das zeichnet den Siegerentwurf aus, fand eine Jury, in der auch Kommunalpolitiker und Bürger vertreten waren. Die Aufgabe war nicht leicht: Im Bürgerhaus sollen ganz unterschiedliche Nutzungen unter einen Hut gebracht werden, sich nicht gegenseitig stören wie bisher. Es soll in Zukunft auch die Bücherhalle aufnehmen, die bisher – eher versteckt – im Obergeschoss des Eidelstedt Centers zu finden ist. Die Architekten sollten zeigen, wie das Gebäude – eine ehemalige Volksschule – durch Umbau und Erweiterung besser als Stadtteilkulturzentrum genutzt werden kann. Auch ein gastronomisches Angebot sollte untergebracht, die Eingangssituation verbessert werden. Was die Wirkung nach außen betrifft: Die Verbindung zur Umgebung, besonders zum Wochenmarkt, soll besser werden.

Die Nutzungen gruppieren sich um eine zentrale Halle

Fünf Büros hatten Entwürfe eingereicht. Die Architekten von „acollage“ lieferten das beste Ergebnis, eine „frische Architekturansage“, fand die Jury: Dazu gehört ein neuer Haupteingang an der Alten Elbgaustraße. Gefallen hat auch die Anordnung der verschiedenen Funktionsbereiche – von der Bücherhalle über die Elternschule bis zum Stadtteilkulturzentrum: Sie gruppieren sich um eine zentrale Halle, was die Orientierung im Haus erleichtert.
Auf den zweiten Platz wählte die Jury den Entwurf des Büros „Eilers Architekten BDA“. Wer sich selbst ein Bild machen möchte: Beide Entwürfe sind ab morgen, Donnerstag, 26. Ok-
tober, bis zum 10. November im Stadtteilbüro der Stadtentwick-lungsgesellschaft STEG, Elbgaustraße 27, zu sehen. Vom 14. bis zum 30. November werden alle Wettbewerbsbeiträge noch einmal in der Bücherhalle Eidelstedt, Alte Elbgaustraße 8b, gezeigt.

Die Architekten
Hinter „acollage. architektur urbanistik“ stehen die Hamburger Architekten Alexandra Merten, Kolja Harms und Gerald Kappelmann, die das Büro 2010 gründeten, und ihr Team. Ihr Büro plante und baute unter anderem den rewe-Green Building-Markt in Buxtehude, den Erweiterungsbau der Farmsener Grundschule Bekas-
sinenau, eine Mensa für die Grundschule Lutterothstraße, einen Erweiterungsbaus der Anton Rée-Grundschule in Bergedorf, das Gemeindehaus der Kirchengemeinde Sinstorf. Ihr Ziel: „Mit Umsicht und Wissen (...) anspruchsvolle Lösungen“ erarbeiten

acollage. architektur
urbanistik
Merten Kappelmann Harms
Grindelhochhäuser
Brahmsallee 31
Tel. 38 67 83 00
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.