Eine Ära geht zu Ende

Wer davon hört, ist erstaunt: Ulrich Winkel will nach zwölf Jahren nicht wieder für das Amt des Vorsitzenden des „Eidelstedter Bürgervereins von 1901 e.V.“ kandidieren: „Mandate werden auf Zeit vergeben.“ Für den Traditionsverein wird sich der 65-Jährige jedoch weiterhin engagieren. Foto: da
Hamburg: Eidelstedter Bürgerhaus |

Ulrich Winkel, Erster Vorsitzender des Eidelstedter Bürgervereins, will nicht für eine weitere Amtszeit kandidieren

Historische Wende: Ulrich Winkel, langjähriger Vorsitzender des Eidelstedter Bürgervereins, wird auf der Mitgliederversammlung am 15. Februar nicht wieder kandidieren. „Mandate werden auf Zeit vergeben“, erklärt der Eidelstedter. Eigentlich hatte es sich Ulrich Winkel bei Amtsantritt vorgenommen, das Amt zehn Jahre auszu-üben – es wurden zwölf Jahre. „Ich habe jetzt das große Glück, dass sich jemand gefunden hat­, der das Amt mit Herzblut weiterführen wird.’“ Klaus-Peter Schulze wird voraussichtlich zum Nachfolger gewählt.
Ulrich Winkel, obwohl seit 1978 Mitglied im Bürgerverein, wollte ursprünglich nicht Vereinschef werden. Als ihn Vorstandsmitglied Margrit Schlemenat 1998 fragte, lehnte Ulrich Winkel ab. Doch als er angesichts einer verschärften Personalnot im Jahr 2000 erneut gebeten wurde, den Vorsitz zu übernehmen, sagte der heute 65-Jährige zu. „Ich wurde stark unterstützt“, erinnert sich Ulrich Winkel an die große Hilfe aus dem Vorstand, gerade auch nach seinem Amtsantritt.
Der Inhaber der Firma Hermann Winkel Blechverpackungen wurde schnell zum Vereinsvorsitzenden mit Leib und Seele. Kaum ein Empfang, auf dem er fehlte. „Der Bürgerverein muss ein Gesicht haben“, erklärt der Vater zweier erwachsener Söhne sein Credo, und fügt hinzu: „Ich bin ein Vereinsmensch.“
Allerdings verfolgte der zehnte Vorsitzende des „Eidelstedter Bürgervereins von 1901 e.V.“ immer auch übergeordnete Ziele. „Ich möchte Menschen, die nicht so viel Glück im Leben hatten wie ich, Abwechslung bieten.“ Ob Ausfahrten, gemeinsames Kochen oder Eierskat – breit war die Bandbreite der Aktivitäten, zu denen als Höhepunkte die Feiern zum 100. und 110. Geburtag des Vereins gehörten. Die Zahl der Mitglieder konnte er von 260 zu Amtsantritt auf 351 erhöhen.
Eidelstedts früherer CDU-Chef packte auch in neuer Funktion – parteipolitisch stets neutral – bei bei Diskussionsveranstaltungen oder Runden Tischen auch Probleme an, wie Sauberkeit und Sicherheit im Stadtteil. Ulrich Winkel, der als Mäzen auch soziale und kulturelle Projekt unterstützt, wurde für sein vielfältiges Engagement 2008 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Der scheidende Vorsitzende, der stets eine Beitragserklärung in der Tasche hat, kündigt an: „Ich werde auch künftig um Vereinsmitglieder werben.“
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.