Ein Stadtteilhaus für das neue Zentrum

Michael König (r.), Leiter des Fachamts Sozialraummanagement, erläuterte kürzlich im Regionalausschuss Stellingen/Eidelstedt die Planungen für das Stadtteilhaus Stellingen. Foto: rs
 
Noch in der Planung: Am Sportplatzring, dem neuen Zentrum für Stellingen, soll eine „Riegelbebauung“ entstehen, in der unter anderem auch das Stadtteilhaus untergebracht wird. Foto: rs

In Stellingen soll im Rahmen der Stadtteilentwicklung ein Bürgertreff entstehen, der viel Platz bietet: von Jugend bis Senioren

Reinhard Schwarz, Stellingen

Stellingen – ein Stadtteil ohne Zentrum. Durch den Bau der Autobahn A7 wurde das frühere dänische, später preußische Bauerndorf brutal zerschnitten. Der Deckelbau soll die Wunde nachträglich wieder schließen. Aber auch die Kieler Straße teilt den Stadtteil. Daran wird wohl auch die Stadtplanung nichts mehr ändern können. Doch seit 2005 steht fest: Ein neues Zentrum muss her. Die Fakten:
Wie soll ein neues Zentrum
entstehen?
Die beiden Sportplätze am Sportplatzring werden verlagert zum Gelände des Informatikums an der Vogt-Kölln-Straße. „Stellingen 62“ nennen die Planer die neue Stadtteil-Mitte. Es sollen Wohnungen entstehen – und ein Stadtteilhaus für die Bürger, sozusagen als Zentrum des Zentrums.
Doch wie weit steht es mit den Planungen für ein Stadtteilhaus?
Michael König vom Fachamt Sozialraummanagement erläutert: „Aktuell sind wir im
Gespräch mit dem Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen über eine Ausschreibung für das direkt am Sportplatzring gelegene Baufeld, am südlichen Rand des Planungsgebiets Stellingen 62.“ Dort sei eine Riegelbebauung
geplant mit Gewerbe und Wohnen. Unter „Riegelbebauung“ versteht das Bezirksamt einen geschlossenen Häuserblock, der ermöglicht, die Wohnungen im Innenhof vom Straßenlärm
abzuschirmen. Auf der straßenabgewandten Seite soll das Stadtteilhaus Stellingen entstehen. Ein privater Investor soll bauen, die Stadt mietet später das Gebäude.
Welche Gruppen und Einrichtungen sollen später in das Stadtteilhaus einziehen?
„Als zukünftige Mieter sind unter anderem das Bürgerhaus Stellingen und die Arbeiterwohlfahrt vorgesehen, die ein Konzept für die Seniorenarbeit
erstellen wollen. Weiterhin wird die Produktionsschule Eimsbüttel dort einziehen“, so König. Weitere Mieter: „Das Beratungs- und Therapiezentrum ‚Die Brücke‘, das derzeit noch in
‚Alten Eichen‘ untergebracht ist, sowie die Hamburger Kinder- und Jugendhilfe.“ Auch das Haus für Jugend und Kultur, derzeit noch am Sportplatzring 71, werde dort einziehen, ebenso das Quartiersmanagement.
Gespannt dürften viele Bürger auf den Veranstaltungssaal sein, der ebenfalls geplant ist.


B-Planentwurf liegt aus
Ab dem heutigen Mittwoch, 31. August, liegt im Bezirksamt Eimsbüttel, Grindelberg 62-66, der Bebauungsplanungsentwurf für „Stellingen 62“ aus. Anwohner und interessierte Bürger können sich im 11. Stock, Raum 1116, montags bis donnerstags von 9 Uhr bis 16 Uhr und freitags von 9 Uhr bis 14 Uhr (außer am 9. September) über das Bauvorhaben informieren. Der Plan liegt noch bis Freitag, 30. September, aus. Während der öffentlichen Auslegung können die Unterlagen eingesehen und Stellungnahmen zu dem Entwurf bei der dortigen Dienststelle vorgebracht werden. Dies kann sowohl schriftlich als auch mündlich zur Niederschrift geschehen. Weiterhin können sich Bürger im Internet www.gateway.hamburg.de sowie unter www.hamburg.de/ stadtplanung-eimsbuettel informieren. Telefonisch steht das Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung unter Tel. 428 01 34 18 und 428 01 34 28 zur Verfügung. RS
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