„Ein Ärgernis!“

Anwohner Peter Merkert ist genervt vom Dauerstau: „Mich erstaunt, dass der Verkehr überhaupt noch fließt", sagt er. Foto: cvs

Baustelle am Eidelstedter Platz verlangt Anwohnern
und Geschäftsleuten viel Geduld ab

Von Christopher von Savigny. Am Eidelstedter Platz wird derzeit kräftig gebuddelt und gebaut: Fahrstreifen werden neu angelegt, Fahrradwege erneuert, Busspuren verlängert. Im Wesentlichen soll die Maßnahme den HVV-Busverkehr schneller machen. Die Bauarbeiten sind Teil des vom Senat beschlossenen Busbeschleunigungsprogramms. Ende August sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.
Auch wenn die zuständige Verkehrsbehörde (BWVI) versichert, die Behinderungen möglichst gering halten zu wollen: Anwohner und Geschäftsleute reagieren genervt auf Dauerstau und Lärm. „Die Baustelle ist ein Ärgernis“, sagt Peter Merkert. „Mich erstaunt, dass der Verkehr überhaupt noch fließt.“ Der Eidelstedter ist täglich mit dem Auto unterwegs.
Der Eidelstedter ist täglich mit dem Auto unterwegs. „Zu Stoßzeiten sind Kieler Straße und Holsteiner Chaussee völlig dicht“, sagt er. Wann immer er die Möglichkeit habe, steige er daher aufs Fahrrad um. Auch im italienischen Restaurant „Il Tesoro“ in der Kieler Straße ist die Stimmung nicht gerade euphorisch. „Wegen der Bauarbeiten sind bei uns fast sämtliche Parkplätze weggefallen“, sagt der Geschäftsführer. „Zurzeit haben wir rund 25 Prozent weniger Gäste.“
Und so sehen die Baumaßnahmen im Detail aus: Die Holsteiner Chaussee wird stadtauswärts auf 40 Metern Länge zweispurig ausgebaut. Der Linksabbiegerstreifen zur Pinneberger Chaussee wird verlängert, damit dort wartende Autos den Busverkehr nicht mehr behindern. Aus dem gleichen Grund bekommt die Elbgaustraße eine separate Rechtsabbiegerspur in Richtung Kieler Straße. Die Ausfahrt des Zentralen Omnisbusbahnhofs (ZOB) wird so umgebaut, dass sich die HVV-Busse möglichst nahtlos in den Verkehr einordnen können. Das Linksabbiegen aus der Eidelstedter Dorfstraße in die Kieler Straße wird künftig nicht mehr möglich sein. Außerdem fällt einer der beiden Fußgängerüberwege über den Eidelstedter Platz weg.
Laut BWVI sind die Arbeiten im Zeitplan. „Verkehrsbehinderungen sind leider unvermeidlich bei einem Projekt dieser Größenordnung“, sagt Sprecherin Helma Krstanoski. Am Ende würden aber alle profitieren. „Deshalb die Bitte an alle: durchhalten und sich auf das Ergebnis freuen“, so Krstanoski.
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