Eidelstedts dörflichen Charakter bewahren

Hamburg: Eidelstedter Bürgerhaus |

Bürgervereinsvorsitzender Klaus-Peter Schulze mit ehrgeizigen Zielen

Reinhard Schwarz, Eidelstedt
Zweitberuf Vorsitzender? 25 Jahre lang war Klaus-Peter Schulze Vorsitzender der „Siedlergemeinschaft Lohkamp e.V.“. Seit Februar dieses Jahres ist er Vorsitzender des Eidelstedter Bürgervereins, weil der langjährige Vereinschef Ulrich Winkel die Leitung nach zwölf Jahren abgab. Doch warum genießt er nicht einfach seinen Ruhestand wie andere auch? „Ich bin vor acht Jahren dem Bürgerverein beigetreten. Ulrich Winkel hatte mich damals davon überzeugt, dass ich Mitglied sein sollte, wenn ich in Eidelstedt etwas gestalten will.“
Und Klaus-Peter Schulze will gestalten. „Ich möchte ein bisschen an dem Rad drehen, an dem, was um uns herum passiert.“ Damit gehört er zumindest zu jenen, die nicht nur jammern, sondern selbst etwas tun. Schon als Verkehrspolizist wollte er etwa bewegen – sein Spezialgebiet waren die Radwegeplanung und Tempo 30. Das Thema Radfahren interessiert ihn weiterhin, organisiert er doch regelmäßig Radtouren für den Bürgerverein. „Ich radele selbst ziemlich viel“, sagt der drahtige 67-Jährige, und seine Augen leuchten.
Sein zweites großes Hobby ist seine Modelleisenbahn mit der Spur N im Maßstab 1:160. „Das sind die ganz Kleinen“, erläutert er. Schon seit der Kindheit fasziniere ihn die Eisenbahn – die große wie die kleine, und mittlerweile füllt die Mikro-Bahn ein ganzes Zimmer des Eigenheims. „Da pütscher ich seit Jahrzehnten dran rum“, verfällt er ins Missingsch, der Mischung aus Platt- und Hochdeutsch.
Klaus-Peter Schulze wurde in Lüneburg geboren, er kam 1953 mit seinen Eltern in die frisch errichtete Lohkampsiedlung – die zu seiner Heimat wurde. „Mein Großvater war Kohlenhändler und sprach Plattdeutsch.“ Aus Liebe zu dieser Sprache liegt ihm das Angebot des Bürgervereins „Wi snackt Platt“ am Herzen.
Was will Klaus-Peter Schulze mit dem Bürgerverein bewegen? „Für mich ist die Mitgliederwerbung ein wichtiges Thema, der Verein will alle Altersgruppen ansprechen, nicht nur die Älteren.“ Daher ist auch schon ein Faltblatt in Arbeit, mit dem sich der Verein vorstellen will. Auch die Zusammenarbeit mit dem Bürgerhaus Eidelstedt ist ihm wichtig. Schulze sorgt sich um das einstige Dorf: „Ich finde, Eidelstedt hat durchaus einen gewissen Charme. Wir wollen das Grün und den dörflichen Charakter bewahren.“
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.