Eidelstedter Platz: Umbau ab Herbst

Peter Schreiber (l.) und Wolfgang Düvel (SPD Stellingen) wollen, dass die gefällten Bäume am Eidelstedter Platz nachgepflanzt werden.

22 Bäume müssen fallen – SPD und CDU verlangen Ersatzpflanzungen.

Von Christopher von Savigny.
Hamburgs Verkehrsteilnehmer müssen sich ab Herbst auf umfangreiche Baumaßnahmen am Eidelstedter Platz einstellen: Im Rahmen des vom Senat beschlossenen „Busbeschleunigungsprogramms“ werden die Kieler Straße und die Holsteiner Chaussee zwischen den Einmündungen Elbgaustraße und Rungwisch durchgängig zweispurig ausgebaut. Außerdem ist geplant, die Ein- und Ausfahrten am Busbahnhof so umzugestalten, dass die Busse schneller an- und abfahren können. Für die Straßenerweiterung müssen insgesamt 22 Bäume gefällt werden, die meisten davon an der Holsteiner Chaussee. Die Bauarbeiten sollen im Frühjahr 2014 abgeschlossen sein.
Über den geplanten Umbau streiten derzeit die Parteien im Regionalausschuss Stellingen: So will die SPD auch die Fußgängerampel südlich der Einmündung Eidelstedter Dorfstraße abbauen, um den Bussen die Durchfahrt zu erleichtern. In einem Antrag der Bezirksversammlung bezeichnet die CDU dies „gerade für ältere Verkehrsteilnehmer als unzumutbar“ (gemeint sind Fußgänger). Grund: Diese müssten dann erst die Buseinfahrt überqueren, um zur anderen Fußgängerampel zu gelangen. Die SPD hält die Forderung für Quatsch. „Wer sagt, dass die Ampel bleiben soll, der beerdigt praktisch die Busbeschleunigung“, findet Peter Schreiber (SPD). Gerade an dieser Stelle verlören die Busse viel Zeit. Beide Parteien setzen sich außerdem dafür ein, dass die gefällten Bäume in voller Anzahl ersetzt werden – bisher sind nur 14 Ersatzpflanzungen geplant.
Nach Angaben der Wirtschaftsbehörde (BWVI) gehört der Eidelstedter Platz zu den verkehrsreichsten Orten in der Stadt. 60.000 Fahrzeuge kommen hier täglich vorbei, Staus sind an der Tagesordnung. Regelmäßig entstünden Wartezeiten, weil Fahrgäste ihre Anschlüsse verpassten. „Die Zahnräder greifen nicht optimal ineinander“, sagt BWVI-Sprecherin Helma Krstanoski. „Der eine Bus ist übervoll, der nächste fast leer“, so die Sprecherin. Um den laufenden Verkehr so wenig wie möglich einzuschränken, sollen die Bauarbeiten in fünf kleinere Abschnitte eingeteilt werden.
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