Eidelstedt: „Kriminalität unterdurchschnittlich“

Polizeioberrat Sven Köhler, Chef des Polizeikommissariats (PK) 27 und zuständig für Eidelstedt und Stellingen, erläuterte die Kriminalstatistik für sein Gebiet. Foto: rs

Sorgenkind Wohnungseinbrüche: Nicht einmal jeder fünfte Fall wird hier aufgeklärt

von Reinhard Schwarz, Eidelstedt
Das hört man gerne. „Eidelstedt und Stellingen sind unterdurchschnittlich oft von Kriminalität betroffen“, erklärte Sven Köhler, Chef des Polizeikommissariats 27. Im Vergleich zum Vorjahr hat die Kriminalität hier sogar leicht abgenommen (-0,8 Prozent). „Unser Sorgenkind sind Wohnungseinbrüche“, stellte der Polizeioberrat fest. Deren Zahl stieg um 46 Prozent an.
Ein Blick in die Eidelstedter Kriminalstatistik: Die Zahl der Raubüberfälle auf Straßen, Wegen und Plätzen nahm um 10,5 Prozent ab. In absoluten Zahlen: Von 19 in 2010 auf 17 erfasste Fälle in 2011. Zum Vergleich: Im gesamten Stadtgebiet stieg die Zahl der Raubüberfälle im gleichen Zeitraum um 2,3 Prozent von 1.592 auf 1.628.
Auch bei den registrierten Körperverletzungen gab es in Eidelstedt einen Rückgang um 7,3 Prozent, von 344 (2010) auf 319 Fälle in 2011. Dazu sah in diesem Deliktsbereich die Aufklärungsquote mit 82 Prozent sogar sehr gut aus. 2010 gab es in Eidelstedt 80 schwere Körperverletzungen, im letzten Jahr waren es bereits 93 (+16 Prozent).
Kopfzerbrechen bereiten der Polizei weiterhin die Wohnungseinbrüche und die mit 16,8 Prozent geringe Aufklärungsquote. Einbrecher werden selten geschnappt.
Allerdings konnte die Polizei im vergangenen Jahr auch Erfolge verzeichnen. Zwei kleinere Gruppen aus dem Kosovo wurden festgenommen. Die Täter kommen meist in der dunklen Jahreszeit. PK 27-Chef Köhler: „Sichergestellte Wertgegenstände wurden, soweit möglich, den Eigentümern zurückgegeben.“
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