Eideldtedt Center - Letzte Rettung?

Darf es wachsen? Und wo? Das Eidelstedt Center ist der Dreh- und Angelpunkt beim anstehenden Moderationsverfahren zur Zukunft des Eidelstedter Zentrums. Es soll aber auch um Verkehrsprobleme und Freiflächen in der Umgebung gehen. (Foto: cv)

Ab Januar 2014 sollen Bürger, Eigentümer und Politiker eine Lösung für das schwächelnde Einkaufszentrum Eidelstedts finden

- Carsten Vitt, Eidelstedt - Hat ziemlich lange gedauert, aber demnächst geht es los: In Eidelstedt startet im Januar 2014 eine Planungswerkstatt zur Zukunft des Stadtteilzentrums. Im Mittelpunkt soll die Lage des Einzelhandels rund um den Eidelstedter Platz stehen, aber auch über Verkehrsprobleme und Freiflächen in der Umgebung wird voraussichtlich geredet.
Nachdem ein Bürgerentscheid im Mai 2012 die Erweiterung des Eidelstedt Centers auf einer benachbarten Grünfläche stoppte, sollen nun andere Wege gefunden werden, um die Einkaufslandschaft attraktiver zu machen. Das Moderationsverfahren wurde im Sommer von der Politik beschlossen. Das Büro „Raum + Prozess“ übernimmt die schwierige Aufgabe, die verschiedenen Interessen in Eidelstedt unter einen Hut zu bringen.
Die vertrackte Ausgangslage: Das Einzelhandelsangebot im Eidelstedter Zentrum lässt zu wünschen übrig – darüber sind sich im Prinzip alle einig. Aber wo ist Platz, um zusätzliche attraktive Geschäfte unterzubringen? Ins Spiel gebracht wurde das ehemalige Kaufhaus Reinhold & Pabst, Überlegungen gibt es zudem für die Zeile neben Dello auf der gegenüber liegenden Straßenseite.
Ein zentraler Punkt, der immer wieder Misstrauen schürt: Wie hält es die Politik mit dem Ergebnis des Bürgerentscheids? Bleibt die Grünfläche zwischen Center und Markt erhalten? „Ich werde einen Teufel tun und den Bürgerentscheid in Frage stellen“, sagt zum Beispiel Peter Schreiber (SPD). Aber diese Aussage könne er nur bis zum Ende der Legislatur geben – schließlich wird im Mai 2014 die Bezirksversammlung neu gewählt. Generell heißt es, dass das Verfahren „ergebnis-offen und ohne konzeptionelle oder inhaltliche Vorgaben“ ablaufe, so das Bezirksamt.
Aus Schreibers Sicht ist das Moderationsverfahren der „letzte Versuch, für Eidelstedt ein prosperierendes Zentrum zu schaffen“. Er hoffe, dass vor allem auch die Grundeigentümer mit am Tisch sind, die sich langfristig für Eidelstedt engagieren.
Mitarbeiter des Büros Raum + Konzept stellen sich im Dezember zunächst vor: Am Montag, 16. Dezember, sind die Planerinnen beim Bürgerforum Eidelstedt zu Gast.

Das sagt die Meag:
Nicht glücklich mit der Lage, aber man müsse das Beste draus machen: Das ist die Position von Center-Eigentümerin Meag. Sprecher Josef Wild bekräftigt: „Wir sind weiterhin der Überzeugung, dass der Kern Eidelstedts einer Belebung bedarf.“ Im Rahmen ihrer Möglichkeiten wolle sich die Meag an einer nachhaltigen positiven Entwicklung beteiligen. Aktuell gilt: „Wir arbeiten zunächst mit dem Eidelstedt Center in der bestehenden Form, mit allen Beschränkungen und Unzulänglichkeiten.“
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