Die Elbphilharmonie steht – für alle!

Die „Obdachlosen“ protestieren dagegen, dass sie aus dem Prachtgebäude vertrieben wurden: Eine Szene aus dem Musical „Endlich! Elbphilharmonie“, das die angesehene Stahlberg Stiftung gefördert hat. Foto: mic

Goethe-Gymnasium zeigte das Musical „Endlich! Elbphilharmonie“

Michaela Conrad, Lurup
Geschafft: die Elbphilharmonie ist fertig. Bislang allerdings lediglich in dem Musical „Endlich! Elbphilharmonie“. Dieses Stück haben Schüler der 9. Klasse des Goethe-Gymnasiums aufgeführt. Dem Musical zufolge wird das Jahrhundertbauwerk wohl nur für die oberen Zehntausend zugänglich sein. Doch damit sind weder die Obdachlosen, die dort ihren Schlafplatz fanden, noch die Breakdance-Jungs der Hafen-City, die auf der Baustelle tanzten, noch die Mädchen, die aus Buxtehude zur Klassenreise nach Hamburg gereist sind, einverstanden.
„So viel Schönheit muss man doch teilen“, meinen sie. Alle wollen unabhängig voneinander dem Bürgermeister auf der Eröffnungsfeier die Meinung sagen. Das versuchen natürlich die Sicherheitskräfte zu verhindern.
Als Dr. Constantin Stahlberg das Musical komponierte, verfolgte er die Idee, dass die Elbphilharmonie für alle Menschengruppen zugänglich sein sollte. „Es sollte nicht nur Klassik dort gespielt werden, sondern auch Musik, die die Jugend interessiert“, unterstreicht der ehemalige Unternehmer die Botschaft seines Musicals. Der 65-Jährige lässt sein Werk im Jahre 2015 spielen. „Ich bin da ganz zuversichtlich“, schmunzelt der Komponist, der den Intendanten der Elbphilharmonie, Christoph Lieben-Seutter, persönlich kennt.
Das Hauptaugenmerk seiner Stiftung, die er 2002 gegründet hat, gilt Jugendlichen in sozial benachteiligten Gebieten. „Sie lernen meist von zu Hause aus kein Theater von innen kennen“, bedauert die Geschäftsführerin der Stiftung, Gundi Hauptmüller. „Obendrein lernen die Kids mit den Dozenten Menschen kennen, die für ihren Beruf Feuer und Flamme sind“, setzt sie fort.
So entstand das Projekt „Music at School“, in dem Jugendliche unter der Leitung von Profi-Musicaldarstellern innerhalb einer Woche ein Musical auf die Beine stellen – so wie die Schüler des Goethe-Gymnasiums, die für ihre Aufführung der Musicaldarstellerin und Dozentin Lena Inter viel Applaus bekamen. Die Jugendlichen lernen Teamfähigkeit. So heißt es dann auch im Schlusslied „Gemeinsam stark – gemeinsam cool…“
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