Der Plan: viele kleine Dörfer im großen

Schulleiterin Karin Natusch und ihr Stellvertreter Achim Eckmann warten gespannt auf die architektonische Umsetzung ihres gemeinschaftlich erarbeiteten Konzepts.

Architektenwettbewerb zur neuen Geschwister Scholl Stadtteilschule ist angelaufen

Die Phase Null ist abgeschlossen. Am Donnerstag, 18. Dezember, ist Tag des Preisgerichts: Dann entscheidet eine Jury, welcher Architekt seine Idee umsetzen und die neue Geschwister Scholl Stadtteilschule bauen darf.

Was bisher geschah: Um nicht noch länger auf öffentliche Mittel zu warten, bewirbt sich die Schulleitung beim bundesweiten Schulbauwettbewerb der Montag Stiftung. Die Geschwister Scholl Schule gewinnt als eine von fünf Schulen und als einzige in Hamburg.
Im April 2013 startet die Phase Null. Schulbesichtigungen in den Niederlanden, Gespräche mit Architekten und anderen Experten, Lehrer-, Schüler- und Elternworkshops, Einbindung des Stadtteils – durch 100.000 Euro Preisgeld der Stiftung und das Engagement aller Beteiligten ist ein Jahr später der Leitfaden erstellt.
Wie es weitergeht. Voraussichtlich im Januar 2015 wird der Entwurf des Architekten veröffentlicht, den die Jury, bestehend aus Schule, Stadt, Bezirk, Stadtteil und Sachverständige, im Dezember auswählt. Dann beginnt die Umsetzung des circa 37 Millionen Euro Projekts der Stadt. Bei laufendem Schulbetrieb wird das neue Gebäude auf dem Schulgrundstück am Glückstädter Weg errichtet. Fertigstellung: spätestens 2018. Rund 1,5 Millionen Euro schießt noch einmal der Bezirk hinzu: Das Haus der Jugend, fester Bestandteil auf dem Gelände, wird neu gemacht.
Warum das Ganze. Aus dem unförmigen grauen Schulklotz soll ein Gebäude werden, das zum pädagogischen Konzept passt. Statt langer Flure gibt es beispielsweise viele kleine Dörfer im großen Dorf. Mit „Marktplatz“ pro Jahrgang, um die sich die Klassenzimmer anordnen. Alles wird mit Glaselementen offen gestaltet.
Mit der Verlagerung des Standorts möchte die Geschwister Scholl Schule enger an den Stadtteil rücken. Die schon jetzt gute Zusammenarbeit soll intensiviert werden. Optisch wird die Schule ansprechend und von der Straße sichtbar sein.
Wem es nutzt: Schüler, Lehrer, Eltern, Stadtteilbewohner sollen profitieren. Zusätzlich möchte die Schule ihr Know-how aus der Phase Null gern an andere Schulen weitergeben.
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