Der Nachwuchs wohnt im Blumentopf

Den kleinen Vögeln scheint es zwischen den Plastikblumen zu gefallen: Die Rotkehlchen brüten dort schon zum dritten Mal in diesem Jahr. Foto: privat

Auf der Terrasse von Horst Lühdorff brüten schon zum dritten Mal Rotkehlchen

Gaby Pöpleu, Eidelstedt
So anpassungsfähig ist die Natur: Bei Familie Lühdorff aus dem Astweg brüten Rotkehlchen – nicht etwa in einem dafür vorgesehenen Nistkasten, sondern in einem in zwei Meter Höhe an der Hauswand aufgehängten Blumentopf mit künstlichen Primeln. Und das schon zum dritten Mal in diesem Jahr, freut sich Horst Lühdorff, der die niedlichen kleinen Flieger gern von seiner Terrasse aus beobachtet.
Zusammen mit seiner Frau Friedel hat Lühdorff sich vor seiner Wohnung in der großen Wohnanlage ein Stückchen Natur eingerichtet: „Wir haben das extra etwas einwachsen lassen, damit hier die Vögel ein bisschen Schutz finden“, erzählt der Rentner.

Minivögel verteidigen ihr Nest mutig


Regelmäßig stellen sich dann auch vor seiner Terrasse Dompfaffe, Meisen und andere Singvögel ein. Aber die Rotkehlchen haben es ihm besonders angetan. „Die liefern sich richtige Luftkämpfe“, erzählt Lühdorf, „Wenn sie sich von Dompfaff und Co. bedroht fühlen, ist hier richtig was los.“Die Minivögel verteidigten ihr Nest mit beachtlichem Mut: Als seine Frau das erste Gelege fotografieren wollte, wurde sie im Sturzflug angegriffen. Besonders gern frisst der kleine Vogel Johannisbeeren, hat Vogelfreund Lühdorff festgestellt. „Das macht auch nichts, die sind mir eh zu sauer“, lacht er augenzwinkernd.
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