Der Brettmacher

Steffen Heycke legt noch einmal letzte Hand an das Skateboard einer Kundin an. Foto: jbd

Steffen Heycke erfüllte sich mit seiner kleinen Firma „Craftski“ einen Traum

J. Bannan, Eidelstedt
Schicht um Schicht nimmt das Board Form an. Erst Holz, dann Kunstharz, dann eine Glasfaserverstärkung drauf. In der Werkstatt von Steffen Heycke basteln sich Jugendliche und sportbegeisterte Erwachsene ihr Traumbrett zusammen. Wahlweise für die Straße (Skateboard) oder für die Piste (Snowboard). Mit seinem kleinen Selfmadeladen „Craft-ski“ hat er eine Nische entdeckt. Für Heycke selbst ist es das Größte: „Noch vor gut einem Jahr war ich im Management tätig. 25 Jahre habe ich dort gearbeitet, zuletzt im SGS Institut Fresenius. Glücklich war ich nicht, selbst von zufrieden weit entfernt. Mit ,Craftski’ habe ich mir einen Traum erfüllt und mein Hobby zum Beruf gemacht.“

Er hat schon immer gern Sachen selbst gebaut

Im Juli 2016 ging sein kleines Unternehmen an den Start. Der leidenschaftliche Skifahrer hat schon immer gerne Sachen selbst in die Hand genommen und gebaut: Möbel, Lampen, eine Gitarre, ein Snowboard. „2013 besuchte ich in Garmisch-Partenkirchen einen Workshop und baute meine eigenen Skier – da ist der Funke übergesprungen“, sagt der 49-Jährige lachend.
Er kündigte seinen Job, mietete in der Holsteiner Chaussee 5a die alte Näherei an und baute sie zur Werkstatt um. Mit Freunden und Bekannten probierte er Maschinen und Werkstatt aus und bot die ersten Workshops an – mit riesigem Erfolg. „Wenn sich die Teilnehmer nach dem Workshop später bei mir melden – manche sogar mit einem Bild von der Skipiste – und sagen: ,Steffen, die Skier sind super!’, dann wird mir warm ums Herz“, sagt er ein bisschen verlegen, während er über ein Skateboard streicht, das noch auf den Feinschliff wartet.
Im Sommer sind Skate- und Longboards in seinen Kursen das Thema, vor allem für junge Leute. „Handwerkliche Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Ich begleite die Jugendlichen an allen Maschinen. Vom Rohling aus Holz, Glasfasern und Carbon bis zur Montage des fertiges Boardes haben sie alles selbst in der Hand“, so Heycke. Viele Arbeitsschritte sind nötig, auch eine Menge Geduld. Zum Schluss können die Teilnehmer ihre Boards sogar mit Logos, Schriftzügen und Grafikvlies bedrucken lassen.

❱❱ www.craftski.de
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