Der Born wird 50!

Spielene Kinder vor dem Hochhaus Immenbusch: In den Osdorfer Born zogen in den Anfangsjahren viele Familien. Foto: saga

Der Stadtteil startet am Dienstag,
14. Februar, in das Jubiläumsjahr

Carsten Vitt, Osdorfer Born

Der Osdorfer Born hat einiges zu bieten: Hamburgs einziges Kindermuseum, das höchste Graffiti der Welt und eine weltweit einzigartige Forschungsanlage unter der Erde. Und welche Hochhaussiedlung hat schon einen Angel- und Freizeitsee sowie ein Freibad um die Ecke?
1967 begann der Bau des Osdorfer Borns auf ehemals landwirtschaftlichen Flächen. 7.800 Wohnungen entstanden, etwa die Hälfte davon in Hochhäusern mit bis zu 21 Geschossen. Der Hamburger Plattenbau galt damals als fortschrittlich: Fließend Warmwasser, Zentralheizung, Fahrstühle und Müllschlucker waren vor 50 Jahren Annehmlichkeiten, wie es sie in den Altbauvierteln nicht gab. Doch die Begeisterung vieler Bewohner der Anfangsjahre schwand später: In den 1980er-Jahren wurden Großsiedlungen wie der Osdorfer Born unbeliebt und gerieten in Verruf.
Mit dem schlechten Image haben die Bewohner bis heute zu kämpfen. Doch fest steht: Die meisten Borner mögen ihren Stadtteil –­ egal, was man außerhalb darüber sagt.

Neue Perspektiven auf den Born gewinnen

Zum 50-jährigen Bestehen wollen Bewohner, Wohnungsunternehmen, Schulen, Kitas und Initiativen die Vielfalt des Stadtteils in den Mittelpunkt stellen. Probleme werden nicht ausgeblendet, aber das Ziel ist, „gemeinsam zu feiern und neue Perspektiven auf den Born erlebbar zu machen und zu diskutieren“. Mit mehr als 20 Kooperationspartnern sind über 50 Projekte im Jubiläumsjahr geplant – vom fröhlichen Umzug bis zum Straßenfußballturnier, von der Fachveranstaltung und -ausstellung bis zum großen Stadtteilfest.
Der Auftakt zum Jubiläumsjahr ist am Dienstag, 14. Februar. Nachmittags von 14 bis 17 Uhr schmücken Kinder und Jugendliche Gebäude mit großen Lettern in Form einer 50.
Abends tagt ab 18 Uhr der Stadtteiltreff Borner Runde im Bürgerhaus, Bornheide 76: Zum Jubiläum werden Altonas Baudezernent Johannes Gerdelmann, Daniel Robionek (SAGA) und Maria Meier-Hjert-qvist (Borner Runde) sprechen. Zudem sind Interviews mit drei langjährigen Bewohnern und Musikbeiträge geplant.

Borner Runde
Dienstag, 14. Februar,
ab 18 Uhr im Bürgerhaus Bornheide 76 (rotes Gebäude)
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