Der Born wird 50!

Am Helmuth-Schack-See entspannen die Borner: Auf der Wiese oder beim Opti-Segeln. Foto: saga

Der Stadtteil startet am Dienstag, 14. Februar, in das Jubiläumsjahr

Carsten Vitt, Osdorfer Born

Am grünen Stadtrand Hamburgs begann 1967 der Bau einer der größten Wohnsiedlungen der Stadt: Innerhalb von fünf Jahren wurden am Osdorfer Born auf ehemals landwirtschaftlichen Flächen 7.800 Wohnungen hochgezogen. Etwa die Hälfte entstand in Hochhäusern mit bis zu 21 Geschossen. Das Gebäude am Achtern Born war lange Zeit das höchste Haus Hamburgs, schon bald nannten es die Bewohner „Affenfelsen“ aufgrund seiner stufenartigen Architektur. Die Plattenbauten sind bis heute markante Punkte in der Siedlung.
Die günstigen Wohnungen waren vor allem bei Familien begehrt. In der Aufbruchszeit der 1970er-Jahre galt der Plattenbau als fortschrittlich. Bis heute bietet die Siedlung vor allem bezahlbare Wohnungen für Menschen mit geringem Einkommen. Die Bewohner des Osdorfer Borns haben jedoch mit dem schlechten Image ihres Quartiers zu kämpfen. Heute stehen häufig die Probleme der Großwohnsiedlung im Vordergrund.
Neue Perspektiven auf
die Siedlung gewinnen

Zum 50-jährigen Bestehen wollen Bewohner, Wohnungsunternehmen, Schulen, Kitas und Initiativen die Vielfalt des Stadtteils in den Mittelpunkt stellen. Probleme werden nicht ausgeblendet, aber das Ziel ist, „gemeinsam zu feiern und neue Perspektiven auf den Born erlebbar zu machen und zu diskutieren“. Mit mehr als 20 Kooperationspartnern sind über 50 Projekte im Jubiläumsjahr geplant – vom fröhlichen Umzug bis zum Straßenfußballturnier, von der Fachveranstaltung und -ausstellung bis zum großen Stadtteilfest.
Der Auftakt zum Jubiläumsjahr ist am Dienstag, 14. Februar. Nachmittags von 14 bis 17 Uhr schmücken die Bewohner Gebäude mit großen Lettern in Form einer 50. Das Klick-Kindermuseum, die Geschwister-Scholl-Schule und die örtlichen Kitas haben mit Kindern und Jugendlichen viele Jubiläumszahlen gestaltet.
Abends ab 18 Uhr tagt der Stadtteiltreff Borner Runde im Bürgerhaus, Bornheide 76: Zum Jubiläum werden Altonas Baudezernent Johannes Gerdelmann, Daniel Robionek (SAGA) und Maria Meier-Hjertqvist (Borner Runde) sprechen. Zudem sind Interviews mit drei langjährigen Bewohnern und Musikbeiträge geplant. Zum Abschluss können die Besucher bei einem Imbiss über Erinnerungen aus 50 Jahren Born plaudern.

Borner Runde
Dienstag, 14. Februar,
ab 18 Uhr im Bürgerhaus Bornheide 76 (rotes Gebäude)
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